Termine
Aktuelles
Online - AtemPause
Gottesdienst feiern
Glauben entdecken
Gemeinschaft erleben
Gemeinsam unterwegs
Pastoralraum Nbg-SW
Ökumene in Eibach
Eine-Welt-Laden
Bücherei
Musik in der Gemeinde
Kindertagestätte
Caritas
Gremien
Hilfe für Flüchtlinge
Spacer
Kontakt
Ansprechpartner
Zuständigkeiten
Netzwerk-Infos
Medienecho
News-Archiv
Geschichte

Originelle Fastenaktion der Gemeinde St. Walburga

173 Ziegen nach Afrika
von Ulrike Pilz-Dertwinkel 
 
Verfasser:   
Nürnberger Stadtanzeiger 
15.04.2009 
 
 
AUSGABE - SÜD 

Eibach -  Stattliches Endergebnis einer außergewöhnlichen Fastenaktion in der katholischen Gemeinde St. Walburga: Von dem gesammelten Geld können 173 Ziegen in Burkina Faso gekauft werden.


„Liebe Familien vorn Burkina Faso! Wir wünschen euch eine große Ziegenherde. Und dass ihr keinen Hunger mehr haben müsst. Tamara und Tobias und Mama und Papa.“ Diesen Zettel, den Gemeindereferentin Irene Keil beim Auszählen der Ziegenspenden in einem Kuvert fand, macht deutlich, auf welch fruchtbaren Boden ihr Aufruf zu der ungewöhnlichen Fastenaktion in der katholischen Pfarrei St. Walburga gefallen ist.


173 Ziegen zum Preis von je 15 Euro kamen in der Eibacher Gemeinde am Ende zusammen. Dass das Geld zweckgebunden verwendet wird, hat das Hilfswerk Misereor zugesichert. Nach dem Festgottesdienst am Palmsonntag versammelten sich sämtliche Ziegenpaten – große wie kleine – im Pfarrgarten um die Gemeindereferentin, um die Kuverts mit dem orangefarbenen Ziegenaufkleber zu zählen.


Großartiges Ergebnis

Stolz waren sie alle über das großartige Ergebnis und begeistert von der Aktion. Pfarreimitglied Antje Flöricke hat sich besonders gerne daran beteiligt: Da die Familie in Simbabwe ein Patenkind hat, hat sie sowieso eine besondere Beziehung zu Afrika. Und Bernhard Freudhöfer, sonst eher ein skeptischer Mensch, spricht aus, was wohl alle Ziegenspender gedacht haben: „Diese gezielte Spende ist etwas ganz anderes, als einfach nur Geld an ein Hilfswerk zu geben – und originell obendrein.“


Bittere Armut

Die Menschen in dem zu den ärmsten Ländern der Welt gehörenden Burkina Faso im westlichen Afrika können die Ziegen gut gebrauchen. In dem trockenen Sahel-Gebiet bieten die Tiere den Familien eine gewisse Lebensgrundlage. Mit Hilfe von Misereor hat man durch das Errichten von Wasserauffangbecken, den Boulis, begonnen, der verheerenden Trockenheit zu trotzen.


Auf den Grüngürteln, die die Boulis umschließen, bauen die Menschen Gemüse an und lassen die Ziegen weiden. Diese dienen als Nahrungslieferanten und können den Grundstock für eine kleine Zucht bilden. Die Jungtiere werden dann an andere Familien weitergegeben.


Aufwändig ist die Organisation einer solchen Aktion allemal. Jedes Jahr so etwas zu stemmen hält Irene Keil für kaum möglich. Aber in zwei Jahren will man sich in St. Walburga für die Fastenzeit wieder etwas Besonderes einfallen lassen.

Zurück