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Von Ulrike Pilz-Dertwinkel 
 
K i r c h e n z e i t u n g 
21. Februar 2010 
 
für das Bistum Eichstätt  Nr. 8 
Ein Teppich zu Walburgas Ehren


Die Figuren liegen schon an Ort und Stelle: Die Kinder mit Pfarrer Pater Adam Kubalski (l.), neben ihm Gemeindereferentin Irene Keil.

Das Walburgajahr ist ein Festjahr für die der Diözesanheiligen geweihte Pfarrei Nürnberg-Eibach
 
Der festliche Patroziniumsgottesdienst am 28. Februar um 10 Uhr läutet in der Pfarrei St. Walburga in Nürnberg-Eibach ein Festjahr anlässlich des 1300. Jubiläums der heiligen Walburga ein. Unterschiedliche Veranstaltungen für Jung uns Alt über das Jahr verteilt sollen der Gemeinde „das Leben und die Botschaft der Diözesanheiligen näher bringen“, erklärt Gemeindereferentin Irene Keil. In ganz besonderer Weise bindet sie die Kinder in das Festgeschehen ein, will ihnen am Beispiel der Hl. Walburga zeigen, was es heißt, Freude am Glauben zu haben und ein missionarischer Christ zu sein.

 

WALBURGA-TEPPICH

Schon Ende Januar begannen die Vorschulkinder sowie Erst- und Zweitklässler mit der Gestaltung eines 6,50 m langen „Walburga-Teppichs“ aus Filz, der Szenen aus dem Leben der Heiligen darstellt. Interessant war für die kleinen Künstler zu erfahren, dass schon um 1460 Nürnberger Nonnen einen ähnlichen Bildteppich gewebt haben. Die Motive sind der Legende nachempfunden. Dargestellt werden die Übergabe des Schlüssels für das Kloster Heidenheim, die Heilige, die Kranke heilt und Hungrige speist, die von übernatürlichem Licht umstrahlt ist und schließlich die Sterbeszene: Engel tragen Walburga in den Himmel – dieses Bild beeindruckte die Kinder besonders.

 

Die Bilder sind den Kindern vertraut. Zu sehen sind sie auf dem Flügelaltar ihrer Pfarrkirche, und hier hat sie ihnen Irene Keil genau erklärt. Viele Stunden haben Kinder und Erwachsene an dem Teppich gearbeitet. Zuerst wurden die Einzelteile für die Figuren auf bunten Filz mittels vorgefertigter Schablonen übertragen und sauber ausgeschnitten. Das hat den Kindern großen Spaß gemacht „und es war gar nicht schwierig“, nickten die siebenjährige Lea und der achtjährige Luca übereinstimmend. Schließlich wurden die Figuren für die einzelnen Szenen komplettiert und an entsprechender Stelle fixiert. Dabei halfen die Erwachsenen, die dann später auch für die Feinarbeiten wie Sticken und Nähen zuständig sein werden.

 

Der Walburga-Teppich wird die Kinder auf ihrer Wallfahrt nach Eichstätt am 17. April begleiten. Das Motto: „Wie schön, dass du geboren bist!“ Unterwegs werden sie bei Statios ihren Teppich ausrollen, über den Weg der Hl. Walburga nachdenken und Verbindungen zu ihrer eigenen Lebensgeschichte herstellen. Am Ziel, dem Grab der Heiligen im Kloster St. Walburg, wird eine kleine Liturgie gefeiert. Sicherlich werden die Kinder auf ihrer Wallfahrt das Walburga-Kinderlied „St. Walburga kam von fern, Halleluja…“ singen, das ein früherer Eibacher Pfarrer zusammen mit seinem Pastoralreferenten nach einer bekannten Melodie ersonnen hat. Später im Jahr werden sich dann auch Jugendliche und Erwachsene ebenfalls auf einen Pilgerweg nach Eichstätt machen. Frauen der Gebetsgemeinschaft haben ebenfalls das Kloster St. Walburg als Ziel für ihren Sommerausflug gewählt.
Eine ökumenische Fahrt ist nach Heidenheim geplant. Beim Festgottesdienst am 28. Februar wird der Chor „Sanctissimo“ eine Sprechkantate über das Leben der heiligen Walburga aufführen. Das verstorbene Gemeindemitglied Karl Otto Wolff ist der Schöpfer des vierteiligen Werkes, das schon einmal in Eichstätt anlässlich des Bistumsjubiläums dargeboten wurde.

 

So wird die Diözesanheilige und Patronen der Pfarrei St. Walburga die ganze Pfarrgemeinde ein Jahr lang beschäftigen und begleiten. Feste sind Höhepunkte im Leben und im Glauben, so sieht es die Gemeindereferentin. Gemeinsames Feiern belebt und stärkt und wirkt im Alltag nach. An den Geburtstag der heiligen Walburga wird der selbst gestaltete Teppich auch nach dem Festjahr erinnern: er wird als Wandbild den langen Gang zum Jugendheim verschönern.

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