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Von Ulrike Pilz-Dertwinkel 
 
K i r c h e n z e i t u n g 
12. April 2009 
 
für das Bistum Eichstätt  Nr. 15 
Eine Ziegenherde für Burkina Faso

Ungewöhnliche Fastenaktion in der Nürnberger Pfarrei St. Walburga
 
Nürnberg - Für das diesjährige Fastenopfer hat sich die Pfarrei St. Walburga etwas Besonderes einfallen lassen: sie hat es in „Ziegenwährung“ umgesetzt – und während der vergangenen Wochen Geld für Ziegen in Burkina Faso gesammelt. Das Endergebnis ist beeindruckend: Die Ziegenherde ist auf 160 Tiere angewachsen.

 

Burkina Faso, das frühere Obervolta in der Sahelzone im Westen Afrikas, gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. 15 Euro kostet dort eine Ziege, doch für viele Familien ist das zu teuer. Hierzulande bekomme man für 15 € zwei Kinokarten, Sprit für 250 km oder einen Sonntagsbraten beim Metzger, gab Gemeindereferentin Irene Keil zu bedenken und schlug ihrer Gemeinde vor, als Fastenopfer darauf zu verzichten und stattdessen einer Familie in Burkina Faso eine Ziege zu kaufen.

 

Und viele wollten helfen. Wie der achtjährige Luca, der von seinem Geburtstagsgeld eine Ziege spendiert hat. Oder Annette, die dafür ihr Babysittergehalt opferte. Oder der 11jährige Johannes, der seine Legokasse schröpfte. Die Erwachsenen griffen ebenfalls in den Geldbeutel; sogar von außerhalb der Pfarrgrenzen gingen Spenden ein.

 

Im Rahmen der Ziegenaktion wurde die Thematik der Misereor-Fastenaktion - der Zusammenhang von Klimawandel und Ernährungssicherheit - aufgezeigt. So erzählten etwa im Kindergarten St. Walburga die Erzieherinnen ihren Schützlingen von den Boulis, den Wasserauffangbecken, mit deren Hilfe die Menschen besser durch die Trockenzeit kommen. Seit sie gehört haben, wie kostbar in Burkina Faso Wasser ist, gehen sie damit im Kindergarten sparsamer um. Neugierig probierten die Kinder Ziegenmilch, die ein Mädchen von daheim für alle mitgebracht hatte.

 

Nach dem Palmsonntagsgottesdienst versammelten sich alle „Ziegenpaten“ im Pfarrgarten, um die Ziegenkuverts zu zählen und über die Aktion Bilanz zu ziehen. Besonders gern hat sich Gemeindemitglied Antje Flöricke an der Ziegenaktion beteiligt: Da die Familie in Simbabwe ein Patenkind hat, hat sie eine besondere Beziehung zu Afrika. Und Bernhard Freudhöfer, sonst eher ein skeptischer Mensch, sprach aus, was alle Ziegenspender gedacht haben: „Diese gezielte Spende ist etwas ganz anderes, als einfach nur Geld an ein Hilfswerk zu geben – und originell obendrein.“

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