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Gemeinsamer Familienkreuzweg von drei Pfarreien im Nürnberger Süden

Mit allen Sinnen das Kreuz erspüren
Von Ulrike Pilz-Dertwinkel 
 
BLICKPUNKT KIRCHE 
22.04.2007 
 
Ausgabe Nr. 16 


Am Anfang des Zuges tragen Kommunionkinder das Kreuz.

Wie viele andere Gemeinden hatten auch die Pfarreien St. Walburga in Eibach, Maria am Hauch in Röthenbach und St. Albert Magnus in Stein am Karfreitag zum Kreuzweg eingeladen. Das Besondere daran: Bei diesem Familienkreuzweg wurde ein echtes Holzkreuz auf den Schweinauer Buck getragen. Die Kommunionkinder der drei Gemeinden wechselten sich beim Tragen ab, erlebten das Kreuz hautnah.

 

200 Teilnehmer

 

Rund 200 Menschen, vorwiegend Familien mit Kindern, aber auch ältere Leute hatten sich am Karfreitag Morgen bei strahlendem Sonnenschein am Treffpunkt am Kanal in Röthenbach Ost versammelt. Seit dem ersten Kreuzweg dieser Art 2001 hat die Zahl der Teilnehmer stetig zugenommen – Anzeichen dafür, dass diese kindgerechte Aufbereitung der schweren Karfreitagsthematik ankommt. Irene Keil, Gemeindereferentin von St. Walburga, zeichnet für die Organisation verantwortlich. „Das Ganze war ursprünglich eine Idee unseres Kindergottesdienst-Teams“, erklärt sie. Seit zwei Jahren startet der Familienkreuzweg als gemeinsame Aktion der in einer  Seelsorgeeinheit zusammengefassten drei Pfarreien im Rahmen verschiedener Familienprojekte.
Besonders eingeladen sind zu diesem Familienkreuzweg die Kommunionkinder. Sie dürfen abwechselnd das Kreuz tragen. „Das ist für die Kinder Ehrensache“, lächelt Keil. Die Kreuzträger sind mit Feuereifer bei der Sache. „Ich finde es gut“, sagt Bianca, und die anderen nicken zustimmend.

 

Zeitgemäße Betrachtung

 

In sieben Stationen ist der Weg von der Fußgängerbrücke über den Kanal bis zum Ziel auf dem Schweinauer Buck, der ein Abraumhügel aus der Zeit des Kanalbaus ist, aufgeteilt. Bei jeder Station wird das Kreuz aufgerichtet, das Thema betrachtet und ein farbiges Tuch an das Kreuz gebunden. „Jesus hat Angst“ heißt es bei der ersten Station. Zuerst wird Jesu Angst angesprochen, dann aber der Bogen weiter gezogen zu den Ängsten der modernen Zeit, wie Arbeitslosigkeit oder Krieg. Besonders geht man auf die Situation der Kinder ein, wenn gefragt wird, wo haben Kinder heute besonders Angst – zum Beispiel vor dem Alleinsein, dem Versagen u.v.a.m. Gitarrenspiel umrahmt die Lieder mit eindringlichen, einfachen Texten. Nachdenklich bewegt sich der Zug nach oben, man betrachtet Spott und Qual, Begegnung und Hilfeleistung, Tod und Ende - damals und heute. Beim Gedächtnis des Todes Jesu liegt das Kreuz auf einem schwarzen Tuch auf dem Asphaltboden. Die Teilnehmer bilden einen Kreis darum und ehren es. Doch das ist nicht der Schluss. Die letzte Station oben auf dem höchsten Punkt des Bucks heißt „Der Tod ist nicht das Ende“. „Seht das Zeichen, seht das Kreuz,  es bedeutet Leben“, singen die Menschen, und „Alles was uns Sorge macht, dürfen wir dir bringen …“, also genau das, was in diesem Kreuzweg thematisch verarbeitet wurde.

 

Kein Wunder also, dass die Leute gerne an diesem Kreuzweg teilnehmen. „Wir haben immer gute Erfahrungen damit gemacht“ bestätigt Peter Neumeier aus der Gemeinde St. Walburga. Der Familienvater schätzt derlei Aktivitäten außerhalb der üblichen Gottesdienste. Johannes Kröner findet den Kreuzweg „Klasse für Kinder“ aber ebenso für sich selbst ansprechend. Und auch ältere Leute haben sich in den Zug eingereiht, der sanft ansteigende, asphaltierte Weg auf den Schweinauer Buck ist für alle leicht zu bewältigen.  upd

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