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Geschichte

Ein Wochenende für Mütter und Töchter

Ein Wochenende für Mütter und Töchter ist selbstverständlich Frauensache:

 

  • Es dürfen Mädchen ab der 1. Klasse und ihre Mütter mitfahren.
  • Ein Team aus fünf kreativen Frauen bereitet das Wochenende vor.
  • Wir sind zu Gast bei den Schwestern vom "Haus Betanien" in Velburg.
  • Wir lernen eine interessante Frau aus der Bibel kennen,  indem wir immer wieder fragen: "Maria Magdalena, sag uns: was hast du gesehen?"
  • Wir beschäftigen uns mit Dingen, die Frauen und Mädchen mögen: Geschichten und Gebete, Lieder und Tänze, Einfühlungsübungen und kreatives Gestalten!

Kontakt

Gemeindereferentin Irene Keil

Telefon:  0911 - 64 69 67

E-Mail:



Eindrücke vom Mütter-Töchter-Wochenende 2007

Ein ganzes Wochenende lang - von 16. bis 18. März 2007 - waren 39 Mütter und Töchter im "Haus Betanien" in Velburg zu Gast. Die biblischen Erzählungen um Maria Magdalena sollten die Teilnehmerinnen hinführen zur Feier der Kar- und Ostertage, und so stellten sie immer wieder die Frage: "Maria Magdalena, sag uns: was siehst du?"

 

Mit einem hebräischen Lied begann der Freitagabend, mit einer Kennenlern-Runde und Spielen, bei denen die Mädchen und Frauen ihre Beobachtungsgabe testen konnten. Dann wurde zum ersten Mal das Buch "Maria Magdalena" von Lene Mayer-Skumanz aufgeschlagen und die Geschichten vorgelesen, die Maria Magdalena als Jüngerin Jesu schildern.

 

Immer wieder ermunterte Gemeindereferentin Irene Keil die Zuhörerinnen, ihre Phantasie spielen zu lassen: "Stell dir vor, du kannst mit Maria Magdalenas Augen sehen: Was siehst du in Kafarnaum, was hörst du? Ist es warm oder kalt, hell oder dunkel? Wie sehen die Häuser aus und die Straßen? Wie riecht es dort?" - So gewannen die Frauen und Mädchen eine Vorstellung von den Lebensverhältnissen in Galiläa zur Zeit Jesu und verfolgten den Weg Jesu und seiner Jünger/innen bis zum Einzug in Jerusalem.  

 

Am Samstagvormittag folgte die Fortsetzung der Geschichte: die letzten Tage Jesu bis hin zum Tod am Kreuz. Dann zogen sich die Mütter in die Kapelle zurück und nahmen Kreuzerfahrungen sowie Personen in den Blick, die derzeit ein Kreuz tragen. Die Töchter malten Bilder in Form eines Auges: welche Eindrücke hat Magdalena von der Passion Jesu? - Miteinander gingen Mütter und Töchter am späten Vormittag den Kreuzweg auf den Herz-Jesu-Berg und beteten an den 14 Stationen für Menschen, die in unseren Tagen leiden.

 

Magdalena als Zeugin der Auferstehung rückte am Nachmittag ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mütter und Töchter betrachteten Holzschnitte zeitgenössischer Künstler/innen, bevor sie den dritten Abschnitt des Buches lasen. Wieder in den Untergruppen versuchten sie, die Erfahrungen der biblischen Personen in Hörbares und Sichtbares umzusetzen: sie gestalteten ein "Ostergärtchen", spielten die Begegnung Maria Magdalenas mit dem "Gärtner", schrieben Elfchen und verliehen einer Ikone Farben. Danach tauschten sich die Gruppen aus und stellten einander ihre Werke vor. 

 

In dem fast 1000 Jahre alten Osterhymnus "Singt das Lob dem Osterlamme" fanden die Frauen und Mädchen schließlich die Strophe vor, der das Thema des Wochenendes entnommen war: "Maria Magdalena, sag uns, was du gesehen! - Das Grab des Herrn sah ich offen und Christus von Gottes Glanz umflossen, sah Engel in dem Grabe, die Binden und das Linnen. Er lebt, der Herr, meine Hoffnung, er geht euch voran nach Galiläa!"   

 

An die Eucharistiefeier mit der Pfarrgemeinde von Velburg schloss sich ein fröhliches Magdalena-Fest an mit Tänzen aus Israel, hebräischen Liedern sowie einer Agape, bei der es "Fingerfood" und Knabbereien aus dem heiligen Land zu essen gab: Fladenbrot und Oliven, Gemüse und Eier, Sonnenblumenkerne und Mandeln, Orangen und Rosinen.

 

Tief beeindruckt waren die Frauen und Mädchen, als sie am Sonntagvormittag "sprechende Steine" auf dem Velburger Friedhof entdeckten und enträtselten: die Grabstelen des Bildhauers Reithmeier heben sich durch Farbe, Form und Material, vor allem aber durch ihre unübersehbar österliche Botschaft von herkömmlichen Grabsteinen wohltuend ab. - Viele der bei diesem Rundgang entdeckten Motive fanden ihren Weg auf die Osterkerzen, die Mütter mit ihren Töchtern anschließend aus viereckigen Rohlingen gestalteten.

 

Wie immer schufen die gastfreundlichen Schwestern und Mitarbeiterinnen vom "Haus Betanien" den wohltuenden Rahmen, der Abstand vom Alltag und eine intensive Vorbereitung auf Ostern ermöglichte. Ihnen und allen, die an der Vorbereitung und Durchführung dieser Tage beteiligt waren, ein herzliches Dankeschön!

 

Irene Keil