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"Macht Ihnen Ihr Job eigentlich Spaß?"

Fragen an P. Adam anlässlich seines silbernen Priesterjubiläums

 

Seit September 2008 ist P. Adam Kubalski OSPPE Pfarrer in St. Walburga, Nürnberg-Eibach. Wer ihm schon einmal begegnet ist oder mit ihm zusammenarbeitet, hat ihn als freundlichen und zuvorkommenden Gesprächspartner kennen gelernt. Zugleich ist er sehr bescheiden und liebt es nicht, wenn um seine Person viel Aufhebens gemacht wird.

 

Dass er jetzt trotzdem im Rampenlicht steht, liegt an einem besonderen Festtag: Am 23. Mai 1987 – also vor 25 Jahren – wurde er in Tschenstochau zum Priester geweiht. Gebührend feiern werden wir sein Silberjubiläum am Pfarrfest-Sonntag, dem 8. Juli 2012.

 

Anfang Mai haben über hundert Gemeindemitglieder (Kinder, Jugendliche und Erwachsene allen Alters) kleine gelbe Zettel ausgefüllt: "Was ich Pater Adam schon immer mal fragen wollte…". An jedem Tag zwischen 23. Mai und 8. Juli erscheinen hier die interessantesten Fragen zusammen mit P. Adams Antworten und vielen Fotos.

 

NB: Die "Frage des Tages" erscheint immer ganz oben!

(In Klammer ist jeweils der Vorname und das Alter der Fragesteller/innen angegeben.)





Viele Gemeindemitglieder haben auch statt einer Frage einen kleinen Dank oder ein Wort der Anerkennung auf den Umfragezettel geschrieben:

 

  • Ich finde es toll, dass die Kinder bei Ihnen willkommen sind! (Renate, 38)
  • Ich finde, Sie sind ein guter Lehrer, manchmal zwar streng, aber das muss halt einfach sein! (Janina, 10)
  • Danke unserem Gott für P. Adam! Die Größe von ihm ist seine Güte und seine Bescheidenheit! (Rosemarie, 81)
  • Lieber Pater Adam, ich habe zwar manchmal im Unterricht gestört, aber ich mag Sie, wie Sie sind, und Sie vollbringen den Unterricht wundervoll! (A., 10)
  • Es ist schön und wir sind dankbar, dass Sie bei uns in Eibach sind und hoffentlich noch lange bleiben dürfen! (Ingrid, 71)
  • Ich finde, Sie machen Ihre Arbeit sehr gut…machen Sie weiter so! (S., 15)
  • Sie sind der beste Religionslehrer. Sie wissen sehr viel! (Walter, 10, Sarah, 8)
  • Religion ohne Sie macht keinen Spaß. (Flavio-Paul, 9)
  • Schön, dass es dich gibt! (Tamara, 10)
  • Toll fand ich, dass sich P. Adam als "Sternsinger" bei uns betätigte, als wir die jungen Sternsinger verpassten! (Christl, 68)
  • Ich wollte dir schon immer mal sagen, dass du so ein guter Priester bist! (Simon, 9, Luisa, 8, Anika, 8)
  • Vergelt’s Gott für Ihr Dasein, Ihre Bescheidenheit und Fürsorge! (Renate, 73)
  • Alles Gute zum silbernen Priesterjubiläum/zu deinem Pfarrerfest! (Michael, 9, Alexandra, 8, Nicole, 9)
  • Viel Glück im Leben! (Fabia, 9)
  • Sie sind der netteste/lustigste und beste Pfarrer auf der Welt! (Jessica, 10, Nina, 10, Andrea, 9, Maria,9)
  • Herzlichen Glückwunsch! Ich habe schon immer Ihre Bescheidenheit und Güte bewundert. Vielen Dank! (Gerdi, 70)
  • P. Adam ist der König von St. Walburga! (Larissa, 9)  
  • Seit 25 Jahren sind Sie ein wundervoller Pfarrer. Ich habe von Ihnen sehr viel gelernt. (Ilaria, 10)
  • Wir sind sehr froh, dass wir Sie haben, und fühlen uns bei Ihnen geborgen. (Ursula, 78)
  • Ich finde, Sie machen einen großartigen Job als Pfarrer unserer Gemeinde! (Alexander, 17)
  • Für die seelsorgliche Fürsorge an den Senioren (auch im "Lobetal") meinen innigsten Dank! (Eva, 75)
  • Alles Gute, P. Adam, und viel Spaß! (Tatjana, 8)
  • Sie sind eine Bereicherung für unsere Gemeinde und ein Vorbild für andere, und ich hoffe, dass Sie uns noch lange erhalten bleiben! (Michelle, 19)

"Wusstest du, dass du der netteste Pfarrer bist?"

(Loana, 6)

 

Das ist schmeichelhaft, was du sagst. Du bist doch viel netter, wenn du mir so was sagst!

 


"Könnten Sie sich vorstellen, immer bei uns zu bleiben? Wir würden uns freuen."

(Adelheid, 77)

 

Ja, sicher kann ich mir das vorstellen, wenn das zum Wohl der Gemeinde wäre. So eine Pfarrei findet man nicht immer.



P. Adam bei einer Spielplatz-Einweihung



P. Adam inmitten der "Ziegen-Aktivisten" (Fastenaktion für Burkina Faso)

 

"Was wünschst du dir?"

(Chiara, 6)

 

Ich wünsche mir am meisten Gottes Liebe, Kraft und Gesundheit.

 

 

"Was ist Ihr größter Traum?

(Claudia, 44)

 

Mein größter Traum ist der Friede und Gerechtigkeit auf der Welt und ein gutes menschliches Miteinander.

"Können Sie sich an den bewegendsten Augenblick in Ihrer Amtszeit erinnern?"

(Simone, 43)

 

Ja,  der tödliche Unfall meines Mitbruders im Alter von 48 Jahren.  Der Tod von Johannes Paul II.  Die Wahl von Papst Benedikt XVI.



P. Adam bei der Verabschiedung der Schwestern



P. Adam beim "Kindertag" (davor der noch in Entstehung begriffene Walburga-Bildteppich)

"Was ist für Sie das Besondere an unserer Pfarrei?"

(Johannes, 14)

 

Das Besondere an unserer Pfarrei sind - wie ich finde - engagierte hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter.

 

 

 

"Gibt es etwas, das Sie in St. Walburga gerne verändern oder neu einführen möchten?"

(Inge, 58)

 

Am liebsten mich selbst noch ein wenig verändern, denn von sich muss man ausgehen. Du kannst die Welt verändern, wenn du dich selbst veränderst. Was ich neu einführen würde: da fällt mir schwer etwas ein.

 

"Hat sich Ihr Priesteramt so entwickelt, wie Sie es sich erhofft haben?"

(Erika, 39)

 

Ich wusste am Anfang nicht so recht, in welche Richtung das Ganze gehen wird. Ich weiß aber, dass ich für Gott noch viel mehr da sein und tun sollte.




P. Adam als Gastgeber beim Pfarrfest

"Wie kommt es, dass Sie immer fröhlich und gut gelaunt sind? Ich habe Sie noch nie mürrisch oder schlecht gelaunt gesehen!"

(Franz, 59)

 

Ich versuche das Beste aus der Situation zu machen und übe mich in der Geduld.

"Ist Ihnen in der Kirche schon mal ein dummes Missgeschick passiert?"

(Leo, 9)

 

Ja, ich habe in diesem Jahr (2012) die Palmprozession vergessen. Nach der Palmweihe bin ich direkt in die Kirche gezogen - Macht der alten Gewohnheit! Nicht in jeder Gemeinde gibt es schöne Prozessionen wie in Eibach. 



Palmsonntag: Palmweihe



Beim ökumenischen Kirchentag in München

"Ganz herzlichen Dank, dass so viele Evangelische in Ihrer Pfarrei eine Heimat finden durften. Macht Ihnen das wirklich nichts aus?"

(Linda, 47)

 

Es macht mir wirklich nichts aus. Ich freue mich, dass die Christen sich gegenseitig schätzen und annehmen mit ihren Gemeinsamkeiten und ihren Unterschieden.

"Was machen Sie gegen den rückläufigen Kirchenbesuch der Gläubigen?"

(Hermann, 73)

 

Da mache ich viel zu wenig. Ich bringe Verständnis auf gegenüber Älteren, die aus Gesundheitsgründen nicht mehr können. Bete für die, die nicht kommen. Muss mich in meiner Predigtkunst steigern und mir etwas einfallen lassen.



Weihe des neuen Ambo


"Sind Sie freiwillig nach Eibach gekommen oder hat der Bischof Sie geschickt?"

(Markus, 27)

 

Ich suchte eine neue Aufgabe für mich und habe beim Bischof von Eichstätt nachgefragt. Und er hat mich nach Eibach geschickt. Was konnte ich da sagen? Ich war baff.

"Was gefällt Ihnen am besten an Ihrem Beruf?"

(Birgit, 42)

"Was machst du am liebsten als Pfarrer?"

(Clara, 8)

 

Am liebsten halte ich die Gottesdienste, höre Beichte und halte Taufe, höre den Menschen zu.



Kinderliturgie beim Kommunion-Wochenende



Ein friedlicher Chef inmitten seiner (meist) friedlichen Mitarbeiter/innen

"Muss man als Pfarrer zu allen Leuten friedlich sein?"

(Fabian, 8)

 

Ich gehe davon aus, dass man ein friedlicher Mensch sein soll, egal, ob als Pfarrer oder als Nicht-Pfarrer!

"Wie viele Taufen haben Sie schon gemacht?"

(Max, 9, Walter 10)

 

Ich habe es nicht gezählt. Aber es wären viele, durchschnittlich 10 bis 15 im Jahr.

 

 

"Wie viel % Alkohol sind in Ihrem Messwein?"

(Alex, 13)

 

Im Wein sind es 11 Prozent Alkohol, beim Likörwein 15.



P. Adam empfängt das Taufkind an der Kirchentür



Predigt am neuen Ambo

"Formulieren Sie Ihre Gedanken für die Predigt erst auf Polnisch und übersetzen Sie dann – oder machen Sie das direkt auf Deutsch?"

(Frau, 54)

 

Am Anfang habe ich zuerst auf Polnisch die Predigt vorbereitet. Die Schwestern in Mainburg haben mir geholfen, ins Deutsche zu übersetzen. Jetzt formuliere ich es auf Deutsch.

"Wie bereiten Sie den Gottesdienst vor?"

(Lea, 10)

 

Ich lese die Texte für den Gottesdienst und die Einführung in die Liturgie vorher und bete, dass ich würdig den Gottesdienst feiere.



P. Adam bei der Predigt im Familiengottesdienst



Nach dem Gottesdienst an P. Adams 50. Geburtstag

"Ich wollte Sie mal fragen, ob Sie es schwer finden, als Pfarrer zu arbeiten?"

(Nicole, 10)

"Wie ist es so als Pfarrer?"

(Jessica, 14, Lisa, 9,  Jessi, 9) 

"Macht es Spaß/ist es schön, ein Pfarrer zu sein?"

(Lana-Maria, 9, Melina, 7, Carla, 6, Jacqueline, 9, Lara, 9) 

"Ist Pfarrer dein Traumberuf?"

(Chiara, 6)

 

Es macht wirklich Spaß, Pfarrer zu sein. Es ist aber auch mit Anstrengung verbunden.  Ich möchte ich den Menschen helfen und komme mir manchmal so machtlos vor. Trotzdem es ist mein Traumberuf. Ich würde ihn nie mit einem anderen eintauschen.

"Zweifelst du nicht auch manchmal an der Allmacht und Herrlichkeit Gottes angesichts von Hungersnöten und Elend auf der Welt?"

(Stefan, 47)

 

Ich zweifle mehr an dem Egoismus oder Unbeholfenheit der Menschen, wenn es um Hunger  und Elend geht. Es gäbe doch genug Nahrung und Kleidung für alle Menschen. Ich stehe vor einem großen Geheimnis und Rätsel, wenn es um Krankheit, Erdbeben und Ähnliches geht. Da frage ich mich: warum lässt das Gott zu?



Fastenaktion am Misereor-Sonntag



Gottesdienst am Grab des Hl. Bruder Konrad

"Haben Sie einen Heiligen als Vorbild? Wenn ja, welchen?"

(Irena, 51)

 

Ja, ich mag besonders den  seligen Johannes XXIII.  Von ihm gibt es einen schönen Ausspruch: "Johannes, nimm dich nicht so wichtig".

"Welches ist dein Lieblingsfest im Kirchenjahr?"

(Leonie, 11)

 

Mein Lieblingsfest im Kirchenjahr ist Weihnachten. Vielleicht hängt das zusammen mit den schönen Kindheitserinnerungen: Christmette um Mitternacht und vorher gemeinsames Abendessen mit Geschwistern und Eltern, danach gesungene Weihnachtslieder.



Gottesdienst beim Familienwochenende auf dem Schwanberg



Beim ökumenischen Bibelabend

"Was ist dein Lieblingsgebet?"

(Sophie, 10)

 

Mein Lieblingsgebet ist Vater unser.  Ich bete aber auch oft  zu Maria. Sie ist unsere Mutter und Fürsprecherin.

 

 

"Ist die Bibel interessant?"

(Maria, 6)

 

Für mich ist die Bibel sehr interessant. Da entdecke ich, dass Gott mich und dich liebt.

"Bist du Fußball-Fan?"

(Fabrice, 5)

 

Ja, und zwar ein leidenschaftlicher FC Fan! (…beides ist drin: FC Bayern und FC Nürnberg)

 

 

"Wem drücken Sie bei der Fußball-EM die Daumen?"

(Claudia, 44)

 

Ich drücke die Daumen den Polen und den Deutschen.

 

 

"Wird Polen Europameister?"

(Christian, 38)

 

Ich glaube nicht. Drei Dortmunder (Lewandowski, Plaszczykowski und Piszczek) sind zu wenig, um Meisterschaft zu gewinnen.  Ich setze auf Deutschland.



Beim Kickern mit den Kommunionkindern



Beim Klausurtag mit dem PGR

"Was ist Ihr Lieblingsessen?"

(Irena, 51, Elise, 6)

 

Mein Lieblingsessen ist: Bigos (Sauerkraut mit Fleischstücken drin), Rumpsteak und Sauerbraten.

 


"Vermissen Sie das Essen von den Schwestern?"

(Luca, 11)

 

Ja und wie! Schwester Hedwiga hat hervorragend gekocht.  Ich vermisse sie aber nicht nur wegen dem Kochen.

 

 

"Welche Blumen mögen Sie am liebsten?"

(Rosa-Maria, 68)

 

Rosen und Maiglöckchen. Die einen sind Zeichen für die Liebe, die anderen für den Frühling.

"Welche Filme schauen Sie gerne an?"

(Benjamin, 9)

 

Ich schaue mir gerne Filme an, die einen historischen Hintergrund haben (Alexander der Große, König Arthur und ähnliches).

 

 

"Haben Sie schon mal "Deutschland sucht den Superstar" angeschaut?"

(Christina, 13)

 

Nicht ganz. Das war leider nicht mein Ding.



P. Adam Superstar: Einführung ins Rappen



In der Pfarrbücherei

"Was machst du gerne als Hobby?"

(Melina, 7, Antonia, 8, Yasmin, 7)

 

Ich schaue gerne Sport an und laufe selber hin und  wieder, obwohl ich das in der letzten Zeit vernachlässigt habe. Im Schwarzwald habe ich gerne Langlauf gemacht.

 

 

"Spielen Sie ein Instrument? Wenn, ja, welches?"

(Leandra, 10)

 

Ja, ich spiele gerne Gitarre, bin aber kein Virtuose.

 

 

"Wie lange ist Ihre Joggingstrecke und wann laufen Sie immer?"

(Nina, 44)

 

In der letzen Zeit ganz kurz: Fürreuthweg, Eibacher Schulstraße, Ahornstraße und nach Haus. Vor drei Jahren bin ich die Strecke fast jeden Abend zweimal gelaufen.

"Warum schauen Sie manchmal so traurig?"

(Nina, 44)

 

Als der liebe Gott die Fröhlichkeit verteilte, habe ich ein wenig geschlafen und der Zug war abgefahren. Ich kann mir keine Witze merken und sie nacherzählen. Vielleicht liegt es in meiner Natur -  weil ich ein Freitagskind (am Freitag geboren) bin.

 

 

"Woher nehmen Sie Ihre Energie?"

(Jennifer, 16)

 

Aus dem Glauben und Vertrauen, dass Gott alles zu einem guten Ende führen wird.



P. Adam mit Sr. Hedwiga



So ein Mönchs-Rosenkranz ist praktisch!

"Hast du Haustiere?"

(Victoria, 8)

 

Leider nicht. Als Kind habe ich immer welche gehabt: Katzen, Hunde.

 

 

 

"Haben Sie Kinder?" :)

(Megan, 13)

 

Ja, ich habe Kinder – ungefähr 5200. Die sind katholisch, stammen aus Eibach und heißen einfach Pfarr"kinder"  ;-)

"Welche Augenfarbe haben Sie?"

(Pasqual, 9)

 

Meine Augen sind braun.

 

 

"Siehst du was ohne Brille?"

(Felix, 4)

 

Wenn ich Menschen sehe, sehe ich ohne meine Brille nur die Gestalten. Ihre Gesichter sehe ich nicht.

 


"Wie sieht dein Haus von innen aus?"

(Benni, 5)

 

Mein Haus sieht ganz nett aus: Oben Wohn- und Schlafzimmer, Bad, Toilette und Gästezimmer. Unten kannst du dir die Räume selbst anschauen. Ich lade dich mit deinen Eltern dazu ein.



P. Adam beim Neujahrsempfang



Bei der Verabschiedung der Schwestern 2011

"Wie groß sind Sie?"

(Elise, 6)

 

Ich bin viel zu klein, um nach den Sternen zu greifen. 164 cm reichen mir aber aus, so dass ich keine Komplexe wegen meiner Größe habe.

 

 

"Wie viel wiegst du?"

(Malin, 8) 

 

Ich wiege viel zu viel, 80 kg fast (genau 79,99). Das hat sich aber seit etwa 10 Jahren angehäuft. Bis dahin hatte ich meine 64 kg gehabt.

 


"Wie viele Jahre bist du jetzt?"

(Chiara, 6, Elise, 6, Pauline, 6, Leonie, 8, Sara, 9)

 

Ich bin im besten Alter – 51 Jahre alt.

"Wo überall haben Sie schon gearbeitet? Und haben Sie dabei in einer Gemeinschaft gelebt oder in einem eigenen Haushalt?"

(Christine, 45) 

 

Ich war 5 Jahre in Mainburg/ Niederbayern, 9 Jahre in Todtmoos, 3 Jahre in St. Märgen. Dann nach einer kurzen Station in Nürnberg-Kornburg (2 Jahre) in Erding (ebenfalls 2 Jahre). Ich lebte meist in einer Gemeinschaft mit 4 bzw. 5 Mitbrüdern. In Kornburg hatte ich den eigenen Haushalt. Das hat mir gefallen; das wollte ich wieder.



Amtseinführung in Nbg.-Kornburg, 2004



P. Adam, 2006

"Wenn Sie allein für sich beten – tun Sie das auf Polnisch oder Deutsch?"

(Elke, 42)

 

Ich tue beides: das Brevier und den Rosenkranz auf Deutsch; die Meditation und andere Gebete auf Polnisch.

"Welche Eindrücke haben Sie gehabt, als Sie das erste Mal in Deutschland angekommen sind?"

(Marianne, 50)

 

Ich konnte mir das Land überhaupt nicht vorstellen. Ich kam im Advent 1987 nach Mainburg. Mainburg in Weihnachtsbeleuchtung - ein Schlaraffenland! Traumhaft. In Polen damals war alles so grau und trostlos und noch Kommunismus.



P. Adam auf Hausbesuch im Schwarzwald



P. Adam an seinem zweiten Einsatzort in Todtmoos/Schwarzwald

"Was hat Sie bewogen, nach Deutschland zu gehen?"

(Martha, 53)

"Warum sind Sie nach Deutschland gekommen?"

(Linda, 16)

 

Ich wurde durch den Generaloberen zusammen mit meinen inzwischen verstorbenen Kurskollegen ausgesucht und nach Deutschland geschickt. Vorher hat er uns aber selbstverständlich gefragt.  Ich sah das als eine Chance: "Warum nicht? Wenn ich es nicht packe, kann ich immer nach Polen zurück."

"Würden Sie in der heutigen Zeit einem Jugendlichen raten, Priester zu werden oder ins Kloster zu gehen?"

(Werner, 42)

 

Auf jeden Fall, aber nur denen, die dazu berufen sind. Anders schafft man das nicht - weder im Kloster noch als Priester.



P. Adam bei der Ministrantenaufnahme



P. Adam bei der Trauung seiner Cousine

"Ist es für dich schwer, nicht zu heiraten?"

(Felix, 12)

 

Jetzt ist das für mich nicht mehr so schwer. Ich bin ja 51. Es gab aber Zeiten, wo ich mich gefragt habe, warum die Priester nicht heiraten dürfen.

 

 

"Hätten Sie manchmal auch gerne eine Familie und Kinder? Sie wären bestimmt ein guter Familienpapa!"

(Jutta, 44, und Daniela, 45)

 

Ich habe bei meinem Zwillingsbruder mitbekommen, dass Kinder zu haben schön ist, dass es aber auch eine wichtige Aufgabe ist, sie zu umsorgen und sie zu erziehen. Ach ja: und ich habe oft mit den Kindern zu tun in der Schule.

"Was war dein Primizspruch?"

(Irene, 49)

 

Mein Primizspruch war: "Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat."



Der Primiziant mit den Diakonen



P. Adam beim Primizsegen für den Heimatpfarrer

"Was hat Sie dazu inspiriert, Pfarrer zu werden?"

(Florian, 14, Anke, 31, Anna, 12, Stefan, 44) 

"Warum wollten Sie Priester werden?"

(Jonathan, 11, Julia, 13, Patrick, 13, Marcel, 14, Felix, 12, Anna, 9, Flavio-Paul, 9)

 

Ich wollte mein Leben Gott weihen, denn so sah ich den Sinn meines Lebens in besten Händen. Ich wollte sogar in einen ganz strengen Orden eintreten: bei den Kamedulen. Später war ich froh, dass ich mich nicht so hoch hinaus gewagt habe.

"Hast du schon als Kind gewusst, dass du Pfarrer werden willst?"

(Nikolai, 5, Franziska, 6, Jan, 7, Leo, 6,  Tobias, 8)

"Wolltest du schon immer Pfarrer sein, auch als du noch unter 20 warst?"

(Hannah, 11)

"Seit wann hast du gewusst, dass du Priester werden wolltest?"

(Melina, 7, Regina, 44, Antun, 32)

 

Der Gedanke, dass ich Pfarrer werde, kam bei mir  erst viel später: mit 16 - 17. Jahren. Da war ich kurz vor dem Abitur. Karol Wojtyla wurde Papst. Es war unglaublich gute Stimmung bei den Katholiken in Polen.



Primizmesse, 23.5.1987



Von Verzicht auf Bier steht nichts in den Ordensgelübden...

"Mussten Sie Mönchsgelübde ablegen?"

(Kristina, 13)

 

Ja, die Gelübde der Keuschheit, des Gehorsams und der Armut gehört dazu, wenn man in den Orden eintritt. Die erste Profess habe ich leichten Herzens abgelegt. Mit dem „ewigen Gelübde“ tat ich mich viel schwerer.

"Aus welchem Orden – bitte nähere Erläuterungen - kommen Sie?"

(Erich, 57)

"Welchem Orden gehören Sie an und wo ist dieser Orden?"

(Helga, 76)  

"Wo ist eigentlich Ihr Kloster?"

(Ulrich, 45)

 

Ich komme aus dem Paulinerorden. Der Orden heißt: "Orden des hl. Paulus des ersten Eremiten". Der Orden entstand in Ungarn im 3. Jahrhundert. Bischof Eusebius sammelte einzeln lebende Mönche und führte sie zu einer Gemeinschaft zusammen. Mein Mutterkloster ist in Tschenstochau.

 

Weitere Informationen über den Paulinerorden finden Sie unter www.paulinerorden.de



P. Adam im Ordensgewand der Pauliner



P. Adam bei seiner ersten Profess

"Was hat Sie dazu bewegt, ins Kloster zu gehen und nicht einfach nur Priester zu werden?"

(Tobias, 17)

 

Meine Kusine war im Orden und wie sie ihren Glauben lebte - das hat mir imponiert. Da dachte ich, Priester zu werden ist zu wenig für mich, ich gehöre ins Kloster.

"Was ist das Schönste, an das Sie sich aus Ihrer Kindheit erinnern können?"

(Antonia, 16)

 

Die Erstkommunion war für mich das Schönste, was mir aus dieser Zeit in Erinnerung bleibt. Da unsere Klasse zu klein war (12 Kinder), mussten wir ein Jahr darauf warten. Umso größer war dann die Freude.



Erstkommunion 2012 - P. Adam am Altar

P. Adams Familie bei der Primiz 1987

"Bitte erzählen Sie uns doch ein wenig von Ihrer Kindheit (Eltern, Geschwister, Dorf, Schulzeit)!"

(Renate, 58)

 

Meine Eltern waren sehr gut und gerecht: Papa vielleicht ein wenig streng, Mama ein herzensguter Mensch. Wir waren Nachzügler. Die älteren Geschwister waren schon bald aus dem Haus. Als Kinder mussten wir (ich und mein Zwillingsbruder) immer nach der Schule den Eltern helfen. Die Eltern hatten etwa 7 Hektar Feld und viele Tiere im Stall. Damals gab es noch kaum Maschinen in der Landwirtschaft. Die Ernte von Getreide dauerte etwa eine Woche lang. Auch bei Heu- und Kartoffelernte haben wir nach unseren Möglichkeiten geholfen. Dann aber gab es Zeit für Fußballspielen natürlich am Sonntagnachmittag; Sonntagvormittags war der Gottesdienst Pflicht.

"Wo und wie sind Sie aufgewachsen? Können Sie eine schöne/lustige Geschichte aus Ihrer Kindheit erzählen?"

(Korbinian, 17)

 

Aufgewachsen bin ich in einem Dorf mit etwa 1000 Bewohner. Als Kind musste ich oft mit meinem Zwillingsbruder die Kühe auf die Weide bringen und sie hüten. Einmal war das Fußballspiel Polen gegen eine andere Mannschaft. Wir wollten uns unbedingt das Fußballspiel anschauen. Nach einer Stunde waren die Kühe zurück im Stall. Wir haben uns ins Haus geschlichen, den Fernseher eingeschaltet  und leise das Spiel geschaut. Die Kühe im Stall haben uns durch ihr ständiges Mu.. Mu…  verraten. Da kam der Papa und wir mussten mit dem Vieh zurück auf die Weide.



Eine Generation später: P. Adams Neffen und Nichte im Kuhstall



P. Adam mit Mutter, Bruder und dessen Familie

"Hast du Geschwister?"

(Katharina, 6, Elena, 4, Lilli, 8)

 

Ich habe drei Geschwister: zwei Brüder Stanislaw und meinen Zwillingsbruder Zygmunt und eine Schwester Zofia. Mein Bruder Marian ist leider vor 6 Jahren gestorben.

 

 

 

"Waren Sie brav als Kind?"

(Jessica, 11)

 

Nicht immer. Z.B. in der Pause, (ich war erst in der ersten Klasse) beim Brettspiel "Mühle" wollte mich jemand reinlegen, da habe ich losgelegt und einen unanständigen Spruch ausgelassen, der Schulleiter stand dahinter. Ich habe dann ein paar Watschen von ihm bekommen.

"Wann hast du Geburtstag?"

(Chiara, 6)

 

Ich bin ein Maienkind und habe Geburtstag am 12. Mai.

 

 

 

"Mit wie viel Jahren wurden Sie getauft?"

(Fabian, 9)

 

Ich  habe beim Pfarrer nachgefragt: Ich wurde am 27. Mai 1961 getauft (2 Wochen nach der Geburt) auf den Namen Czesław (meine Mama hieß Czesława).



P. Adam an seinem 50. Geburtstag



P. Adam mit seiner Tante

"Woher - aus welchem Land - kommen Sie?"

(Aurora, 9, Tim, 9, Leon, 9, Robert, 8)

 

Ich komme aus einem wunderschönen Land: Polen.

 

 

 

"Wo sind Sie geboren?"

(Lars, 12)

"Aus welchem Ort kommst du genau?"

(Malin, 8)

 

Geboren bin ich in Kąkolewnica, lebte aber von Kind an in  Polskowola, was so viel bedeutet wie: "polnischer Wille". Eine größere Stadt in meiner Nähe ist Międzyrzec Podlaski (ca. 17.000 Bewohner), etwa 12 km entfernt, und Lublin (ca. 350.000 Bewohner), etwa 70 km entfernt.