Termine
Aktuelles
Online - AtemPause
Gottesdienst feiern
Glauben entdecken
Gemeinschaft erleben
Kindertag
Krabbelgruppen
Kindergärtchen
Pfarrfest
K A B
Schönstattbewegung
Sternsinger
Rückblick 2012
Rückblick 2011
Tagebuch 2010
Tagebuch 2009
Gemeinsam unterwegs
Pastoralraum Nbg-SW
Ökumene in Eibach
Eine-Welt-Laden
Bücherei
Musik in der Gemeinde
Kindertagestätte
Caritas
Gremien
Hilfe für Flüchtlinge
Spacer
Kontakt
Ansprechpartner
Zuständigkeiten
Netzwerk-Infos
Medienecho
News-Archiv
Geschichte

Kinder zeigen Stärke!

Rückblick auf die Sternsingeraktion 2011

 

Im Gottesdienst am Dreikönigstag blickte Gemeindereferentin Irene Keil zurück einen Rückblick auf die  Sternsingeraktion 2011; für alle, denen das Glatteis den Weg zur Kirche verwehrt hat, sei die Ansprache hier auszugsweise wiedergegeben:

 

"Kinder zeigen Stärke!" hieß das Leitwort der diesjährigen Sternsingerak­tion. Starke Kinder haben wir beim Vorberei­tungstreffen kennen gelernt. In Kambodscha, dem diesjährigen Aktionsland, müssen viele Kinder mit einer Behinderung leben. Viele haben durch explodierende Landminen Arme und/oder Beine verloren. Trotzdem sind sie voll Lebensmut: sie schreiben und malen (ohne Hände), sie spielen Fußball (mit Krücken, auf den Knien oder mit Prothesen), sie tanzen, obwohl sie im Roll­stuhl sitzen. Um diese Kinder zu unterstützen, sind wir in den vergangenen Tagen auf die Straße gegangen, zusammen mit ungefähr einer halben Million Kindern und Jugendlichen in ganz Deutschland! Stark!

 

Hier in Eibach haben in den ersten Januartagen 120 Personen ihre Stärke gezeigt: Kinder, Jugendliche und Erwachsene:

 

  • Die wichtigsten wart wie immer ihr Sternsinger: 73 Buben und Mädchen. Das sind 20 weniger als letztes Jahr, fast ¼! Etliche Kinder waren in Ferien und vier sind leider krank ge­worden. Ich hab mir im Dezember gedacht: Auweia, wie sollen wir das bloß schaffen? Allein in Röthenbach-Ost kommen jedes Jahr 50 neue Haushalte dazu! – Aber ihr Sternsinger wart unglaublich stark: schnell und freundlich und ausdauernd, trotz nasser Füße, kalter Hände, sogar trotz Schnupfen und Husten!
  • Unsere jüngste Sternsingerin war heuer die Elise, aber nicht unsere kleinste: das war die Sandra – grade, dass wir einen Umhang gefunden haben, der nicht auf dem Boden ge­schleift hat! 14 Kinder waren zum ersten Mal mit dabei. Viele evangeli­sche Kinder haben uns wieder geholfen; wir hatten dieses Jahr sogar eine ganz und gar evangelische Gruppe: der Jo­hannes und der Tobi, der Lukas und der Kevin. Stark! - Der Johannes hat sich noch viele Gedanken gemacht, wie man unser großes Gebiet besser schaffen könnte: Noch mehr Tage laufen? Früher mit dem Werben anfangen? – Dabei haben er und sein Bruder selbst schon die beste Werbung gemacht: sie haben zwei Freunde mitgebracht! – Aus der Oberpfalz  an­gereist zum Sternsingen in St. Walburga sind wieder die Eva und der Stefan aus der Oberpfalz und der Jakob und die Johanna aus Langwasser! - Der Jo­nathan bekommt den Flexibiliätspreis 2011: Auf sei­nem Rückmeldezettel stand: Du kannst mich eintragen, wann du mich brauchst! - Und unsere ausdauerndste Königin war die Anna; sie ist sechs von sieben Schichten mitgelaufen und hat als "alter Hase" ganz nebenbei noch eine neue Begleite­rin ein­gearbeitet. Respekt! – Ihr alle, so wie ihr da sitzt, wart unglaublich fleißig und habt mich mit eurer Begeisterung richtig mitgerissen.
  • Ihr habt viel Schönes, Interessantes und Lustiges erlebt: Jemand hat euch aus dem Auto heraus einen Fünfziger in die Hand gedrückt. Ein Graupapagei wollte unbe­dingt eine Segenskarte und hat sie bekommen (es gibt ein Beweisfoto!)  – Eine Königin hat sogar einen Kuss bekommen von einer alten Dame, die sich so über den Besuch gefreut hat! – Eine Gruppe hat einen Eis­zapfen gefunden, der über 1 m lang war. – Eine Son­nenfinsternis der besonderen Art hat eine Gruppe am Diens­tagnachmittag erlebt; wir hätten sie fast vermisst gemeldet, eine Dreiviertelstunde waren sie über der Zeit! Es stellte sich heraus, dass dem Begleiter Bernhard die Uhr ste­hen geblieben war auf 16.25 Uhr (um 16.30 Uhr ist Schich­tende). Erst als es stockfinster war, hat er sich gewundert und an einer Haustür nachgefragt. Aber die Sonderschicht hat sich gelohnt: die Sammelbüchse war zum Platzen voll! – Und am  Mittwochnachmit­tag musste die Gruppe vom Andreas noch Sportsgeist be­weisen: eine alte Dame hat das Geld für die Sammelbüchse in einem Plastik­beutel aus dem Fenster geworfen – nur lei­der ist das Beutel in einem Baum hängen geblieben, und lei­der war die Gar­tentür abgesperrt. So musste der Andreas die Sophia über den Zaun heben, und die Sophia hat mit dem Stern den Beutel aus dem Baum gestochert und ist dann wieder über den Zaun zurück. Schade, dass es davon kein Foto gibt!
  • In manchen Gebieten war es mühsam, Sternsinger zu sein, wie die Bewohner dort den Brauch nicht mehr kennen und misstrauisch sind: "Seid ihr eine Sekte?" – "Macht ihr wohl schon Karneval?" Ihr musstet oft erklären, wer ihr seid und warum ihr als Könige verkleidet durch die Straßen geht. In diesen Straßen war die Büchse natürlich nicht so voll wie in der Werkvolksiedlung. Mein Eindruck ist: jeder Euro, den ihr hier bekommt, ist doppelt so viel wert, weil ihr ihn so schwer ver­dient habt! – Und manchmal, wenn euch die Leute unfreund­lich be­gegnet sind, habt ihr euch an Jesus erinnert, der zu seinen Jüngern sagte: "Wenn ihr in einem Haus nicht will­kommen seid, dann schüttelt den Staub von euren Füßen und geht weiter!" – So habt ihr es gemacht – nur mit Schnee statt Staub!  - Aber das waren zum Glück nicht sehr viele.
  • Dank an unsere 36 Begleiter und Begleiterinnen – genau so viele wie im letzten Jahr, darunter 5 Praktikanten, die im Herbst bei der Firmung waren und sich jetzt eingear­beitet haben, und 10 neue Jugendliche und Erwachsene! Besonders erwähnen möchte ich fünf unterneh­mungslus­tige Großeltern: das Ehepaar Rieder und das Ehe­paar Schuster, die mit ihren Enkeln losgezogen sind, und die Frau Mainz, die diesmal sogar ohne Enkel mitgemacht hat. Danke! - Total gut angekommen bei den Kindern seid ihr Ju­gendlichen und jungen Erwachsenen unter den Beglei­tern. Ich danke euch für eure Zuverlässigkeit und für eure Um­sicht, für eure eigene Freude am Sternsingern: das strahlt aus und motiviert die Kinder ganz stark.
  • Ich danke den unermüdlichen Helferinnen und Helfern im Hauptquartier: Da sind unsere Küchenfeen Elisabeth Federl und El­friede Meindl: gestern haben wir mit Sekt auf euer zehnjähri­ges Sternsinger-Küchenjubiläum angestoßen, und heute gibt es für jede ein Sträußchen mit zehn Rosen dazu! Ihr wurdet tat­kräftig unterstützt von Isabell Biehler und Aga Elflein. An den drei langen Tagen habt ihr jeweils für 40 bis 70 Perso­nen ein köstliches Zwei-Gänge-Menü aufgetischt und dabei unglaublich sparsam ge­wirtschaftet: 130 Portionen für weni­ger als 100 €. Respekt!
  • Unsere Gewandmeisterin Katharina Mack hat schon lange vor dem Januar für die Sternsinger gearbeitet: sie lässt un­sere Königsgewänder reinigen, wenn es nötig ist, bessert sie aus und näht jedes Jahr auch einige neue. Beim Zusam­menstellen der Gewänder haben zwei "Hofdamen" geholfen: Birgit und Regina Hofmann; in Stoßzeiten auch verstärkt durch Isabell Biehler. Der schnelle Kostümwechsel am Mittag fordert ganz viel Nerven und Konzentration: am Dienstagvormittag z.B. kamen 40 Könige vom Dienst zurück, eine Dreiviertelstunde später wurden wieder passende 22 Gewänder gebraucht. Wenn alle Sternsinger heimgegangen sind, dann habt ihr noch bis zu einer Stunde über der besten Zusammenstellung für die Gruppen gebrütet, denn unsere Sternsinger gehen ja nicht "irgendwie" raus, sondern sauber "zammgstellt": einen Goldturban zu einem Umhang mit  Silberborte – das kommt in St. Walburga nicht in Frage!
  • Herr Eichber­ger hat wieder für die schönen "Visitenkarten" der Sternsinger gesorgt. Am Dienstagmittag war die erste Portion bereits vergriffen, und wir haben ihn und den Nach­schub sehnlichst erwartet! Frau Knab danken wir für die schönen knallroten Plastiktüten. Frau Hayner-Hefner, Herr Mack und wir anderen vom Innendienst haben sie mit den Süßigkeiten befüllt, die ihr geschenkt bekommen habt. Die Fa. Käferlein hat uns wieder zwei fahrbare Kleider­ständer ausgeliehen und obendrein viele stabile Klei­derbügel geschenkt. – Die Fa. HoWe hat uns gestern 3 kg Bratwürste fürs Mittagessen gespendet – sehr lecker!
  • Ich danke allen Eltern für ihre Unterstützung: ihr habt die Verse und das Lied mit den Kindern geübt, habt Taxidienste angeboten, den Familienurlaub Sternsinger-verträglich ge­plant, Fußbäder angerührt und vieles mehr. Danke allen Re­ligi­onslehrerinnen und -lehrern und der Frau Stein von den Röthenbacher Montagskids für die Werbung.
  • Der letzte große Dank gilt Ihnen, den Spenderinnen und Spendern, für die freundliche Aufnahme, für die Süßigkeiten und für das Geld, das Sie in unsere Büchsen gesteckt haben. Zusammen mit der Kollekte am Kichenausgang sind es: 12.754,20 €  - das ist nicht nur stark, sondern einfach großartig, denn damit haben wir unser Rekordergebnis von 2010 (12.722,89 €) nochmals übertroffen!