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Sternsinger - Tagebuch 2010

Mittwoch, 6. Januar









Dank und Anerkennung an alle Könige und Begleiter:
Rekordergebnis bei der Sternsingeraktion 2010

 

Mit einem "königlichen" Gottesdienst am 6. Januar 2010 verabschiedeten sich die Sternsinger der Saison 2010 von ihrer "Fangemeinde", die in großer Zahl in die Kirche St. Walburga gekommen war. Der Kinderchor und SANCTISSIMO verschönten die Eucharistiefeier mit ihrem Gesang; die Sternsinger übernahmen das Kyrie, die Fürbitten und die Gabenprozession. Die Bilanz, die Gemeindereferentin Irene Keil am Ende des Gottesdienstes zog, gibt einen kleinen Überblick über den Verlauf der "Aktion Dreikönigssingen" in Eibach:

 

"Utub yonn bu bees - Kinder gehen neue Wege!" – Das Leitwort für die diesjährige Sternsingeraktion stammt aus Af­rika, aus dem Land Senegal. Dort müssen Kinder oft weite Wege in Kauf neh­men: zur Wasserstelle, zum Ziegenhüten, zum Markt, zur Schule, zu den Eltern die oft das Dorf verlas­sen müs­sen, um Arbeit zu bekommen. Die Aktion Dreikönigssingen möchte, dass diese langen Wege kürzer werden: Schulen sollen z.B. gebaut und eingerichtet werden können und Werkstätten, wo die Jugendli­chen einen Beruf lernen.  - Für diesen guten Zweck haben sich zwischen 2. und 5. Januar im Pfarrsprengel von St. Walburga insgesamt 139 Personen auf den Weg gemacht.

 

Noch nie waren es so viele Sternsinger/innen wie heuer: 91 Buben und Mädchen. Am Montagvormittag z.B. waren 13 Gruppen parallel unterwegs! (NB: Das sind vier mehr als bei den Schweinauer Kollegen, die jedes Jahr in die Zeitung kommen!) –  Sie haben einen Ferientag oder mehrere für die Kinder in Indien und Afrika geopfert, kalte Füße und frostrote Backen bekommen, Schnee im Tur­ban, aufgeweichte Kronen. Trotzdem sind sie tapfer von Hautür zu Haustür gegangen. Manche haben auf diese Weise ganz neue Wege in Eibach entdeckt!

 

Unsere jüngste Sternsingerin war mit fünf Jahren wieder die Carina. - Andere Kinder waren zuerst ein bisschen ängstlich: "Bloß einen halben Tag zum Probieren!" Dann kamen sie zu­rück mit einer schweren Büchse und voll Begeisterung: "Wir kommen morgen noch mal!" - Viele evangelische Kinder haben uns geholfen – danke! Sie zeigen uns, dass die Christen gut zusammenarbeiten können, wenn Not am Mann ist, und dass es sogar noch Spaß macht! – Drei Sternsinger aus dem fernen Osten haben uns unterstützt: die Eva, der Stefan und der Benedikt aus der Oberpfalz! Es hat ihnen gut bei uns gefallen, sie wollen nächstes Jahr wieder kommen! - Die Sternsingerin mit der kürzesten Bedenkzeit war die An­nika: Vorgestern hab ich sie beim Einkaufen getroffen und gefragt, gestern war sie schon mit dabei. - Unser bereitwilligster  Ein­springer war der Jonathan. Dreimal hab ich bei ihm angerufen, weil ich noch dringend einen dritten König ge­braucht hab, und er hat jedes Mal Ja gesagt. - Und unsere fleißigste Königin war die Annalena; sie ist fünf von sieben Schichten mitgelaufen. Respekt!

 

Wie immer sind die Erfahrungen der Sternsinger/innen interessant. Manche kamen nachdenklich zurück: "Viele Leute wissen nicht, was Sternsinger sind und warum wir das machen." Da haben die Kinder und Jugendlichen Neuland betreten und mit ihren Liedern und Versen von Jesus erzählt – wie die Missionare! - Die allermeisten Leute aber haben sich gefreut und oft schon auf die Sternsinger ge­wartet. Eine Gruppe ist sogar zum Kakao eingeladen worden und hat sich die Lebensgeschichte ihrer Gastgeberin erzäh­len lassen. Da waren die Jugendlichen auf einmal als Seelsorger/innen gefragt und haben diese Aufgabe mit viel Herz gemeistert. – Auf diese Weise sammeln die Sternsinger/innen nicht bloß Geld, sondern auch ganz viel Lebenserfahrung! Und sie dürfen sicher sein, dass sie doppelt Freude verbreitet: einmal hier in Eibach und Umgebung und dann noch einmal in unserer Partnerdiözese Poona und im Senegal.

 

Dank an unsere 36 Begleiter und Begleiterinnen: Mütter, Omas und Opas, große Brüder und Schwestern, ältere Jugendliche und ganz "normale" Gemeindemitglieder! Auch hier gibt es einen Rekordhalter; den Tobias, der fünf von sieben Schichten mitgegangen ist! Es ist eine große Erleichterung, jede Gruppe zuverlässig und gut betreut zu wissen. Dazu gehört es, die Kinder zu motivieren und sie zu unterstützen; sie zu trösten und sie in Schutz zu nehmen, wenn ihnen jemand grob gekommen ist. Bei der kalten Witterung haben die Betreuer/innen mit heißem Tee und Handwärmern wieder die Lebensgeister geweckt und – wichtig! – die vielen Schokoladentafeln geschleppt. Vergelt’s Gott dafür!

 

Ein herzliches Dankeschön den unermüdlichen Helferinnen und Helfern im Hauptquartier, die sich z.T. sogar Urlaub genommen haben für die Sternsingeraktion: Da sind die drei Küchenfeen Frau Federl, Frau Meindl und Frau Laube. Sie haben an den drei langen Tagen jeweils für 40 bis 60 Personen köstlich aufgetischt und sparsam ge­wirtschaftet. Das schönste Kompliment an die Küche kam vor­gestern von einem Buben, der sagte: "Die Gemüsesuppe schmeckt wie bei meiner Oma; aber die ist leider vor vier Jahren gestorben!" - Unsere Gewandmeisterin Frau Mack sorgt dafür, dass un­sere Königsgewänder gereinigt und ausgebessert werden und dass es sogar immer mal wieder neue gibt. Am Montag hat sie sogar ihr Bügeleisen mitgebracht und die nassen Gewänder in der Mittagspause trockengebügelt, damit sie für die nächste Schicht wieder brauchbar waren. - Beim Anziehen waren den Sternsingern außerdem noch Frau Hofmann und Frau Biehler behilflich. Diese beiden ha­ben auch den Tisch gedeckt und eingekauft, Sternsinger gefahren, in der Küche geholfen und die Gaben sor­tiert. - Herr Eichber­ger hat wieder die schönen "Visitenkarten" der Sternsinger angefertigt; Frau Knab hat fast hundert Plastiktüten für die "Sternsingerbeute" besorgt. Frau Häusl vom Modehaus Käferlein hat uns zwei fahrbare und solide Kleiderständer ausgeliehen und den Gewänderfrauen die Arbeit sehr erleichtert. - Herr Keil hat viele Listen angelegt und ausgedruckt und bei vielen organisatorischen Fragen klugen Rat gewusst. Das Männerteam Keil/Biehler hat zuverlässig und genau die Kasse geführt und geduldig geantwortet, wenn zum hundertsten Mal jemand gefragt hat: "Wie viel war in unserer Büchse drin?" - Und P. Adam – der war wahrhaftig unser Fels in der Brandung: immer wieder da und zur Hilfe bereit, wenn wir ihn brauchten, und nicht aus der Ruhe zu bringen, egal wie hektisch es war.

 

Ein Dankeschön allen Eltern für ihre Unterstützung – vom Verse-Lernen übers pünktliche Bringen bis hin zum Sternsinger-Gruppentransport. Danke allen Religionslehrerinnen und -lehrern fürs Zettel­austeilen, Erklären und Werben!  

 

Der letzte große Dank gilt den Spenderinnen und Spendern für die freundliche Aufnahme und für das Geld, das Sie in unsere Büchsen gesteckt haben. Wir waren ganz überwältigt, als wir gestern Abend fertig gezählt hatten: 12.205,04 € - das ist einfach großartig!
 

In fast allen Straßen im Pfarrgebiet sind die Sternsinger gewesen, aber eben nicht in allen. Die Straßen, die diesmal leer ausgegangen sind, kommen im Jahr 2011 als erste dran. Versprochen!"

Im Anschluss an den Gottesdienst sangen die rund 85 Sternsinger/innen noch einmal ihr Lied und sprachen ihre Verse. An der Kirchentür warfen noch viele Gottesdienstbesucher/innen einen Schein oder eine Münze in die Sammelbüchsen, insgesamt 517,75 €. - Dann eilten die Majestäten zur Gewänderabgabe und anschließend in den großen Pfarrsaal, wo 91 Tüten mit Süßigkeiten bereit standen. Auch die Begleiter/innen und die Helfer/innen im Innendienst erhielten ein süßes Dankeschön und einen Neujahressegen von Pfarrer P. Adam und Frau Keil.

 

Die Kollekte an der Kirchentür erhöhte die Gesamtspendensumme auf 12752,79 € - ein Rekordergebnis, auf das alle Beteiligten mit Recht stolz sein dürfen!

Dienstag, 5. Januar



Endspurt bei der Aktion Dreikönigssingen:
Pfarrgebiet nahezu flächendeckend "besungen"

 

Einen tollen Endspurt legten die Könige und Königinnen von St. Walburga am Dienstag, 5.1.2010, hin: bis auf ca. zehn Straßen haben sie das ganze Pfarrgebiet besuchen und "besingen" können. Neben etlichen evangelischen Kindern waren sogar drei "Gastarbeiter" aus der Oberpfalz - Neffen und Nichten hiesiger Familien - für St. Walburga tätig.


Was haben sie nicht alles erlebt in diesen Tagen: Sie begingen Straßen und Wege, von denen sie vorher gar nicht gewusst hatten, dass sie zu unserer Pfarrei gehörten. Sie zählten die Sekunden und Minuten bis zum Öffnen der Haustür, weil der Frost in die Finger und Zehen zwickte. Sie saßen im Wartezimmer beim Zahnarzt und sangen schließlich vor einer wachsenden Schar von Patienten. Sie wurden zum Kakao eingeladen und bekamen Lebenserinnerungen zu hören. Sie baten um Gehör in der Bank, der Buchhandlung, der Metzgerei, dem Autohaus, dem Supermarkt und wurden von den Eibacher Geschäftsleuten sehr wohlwollend empfangen. Sie verzogen keine Miene, wenn die Kundschaft im Bademantel, Schlafanzug oder in Boxershorts die Wohnungstür öffnete. Sie begegneten staunenden Kindern, skeptischen Zeitgenossen, Menschen, die Tränen der Rührung und der Freude vergossen und solchen, die sie schon mit Süßigkeitentüten erwarteten. Sie erklärten geduldig, wofür das Geld in der Sammelbüchse bestimmt sei, wenn manche Kunden kritisch nachfragten. Sie wischten alte Segenssprüche ab (der älteste gefundene stammte aus dem Jahr 1995!) und schrieben stattdessen den neuen für 2010 auf den Türstock.


In Hochstimmung, aber auch mit einem Seufzer der Erleichterung nach einem anstrengenden Tag brachten sie ein letztes Mal ihre Sammelbüchsen zum "Zahlmeister": Hatten die elf Gruppen vom Vormittag 2397,52 € "ersungen", so legten die sieben Nachmittagsgruppen nochmals 1755,84 € drauf. Damit erhöht sich das Gesamtergebnis auf fantastische 12.205,04 €.


PS: Die Straßen, die in diesem Jahr keinen Sternsingerbesuch hatten, werden für 2011 vorgemerkt. Und wer die über 90 Königinnen und Könige letztmals und gemeinsam in Aktion erleben möchte, ist herzlich zum Familiengottesdienst am Dreikönigstag um 10.00 Uhr in der Kirche St. Walburga eingeladen!

Montag, 4. Januar

Umtriebiger Montag bei den Sternsingern:
20 Gruppen unterwegs im Pfarrgebiet von St. Walburga

 

An ihre Grenzen kamen die Verantwortlichen im Innendienst angesichts des Sternsinger-Ansturms am Montag, 4.1.2010. 13 Gruppen am Vormittag und nochmal sieben Gruppen am Nachmittag wollten innerhalb kurzer Zeit bekleidet, ausgerüstet, fotografiert und z.T. in weiter entfernt liegende Gebiete transportiert werden. Bei ihrer Rückkehr waren alle hungrig und durstig und wollten möglichst sofort erfahren, wieviele Münzen und Scheine bei dieser Schicht in der Büchse zusammengekommen waren.

 

Das romantische Winterwetter mit Dauer-Schneefall, Straßenglätte und Schneematsch behinderte die Gruppen bei ihren Hausbesuchen ganz erheblich und sorgte für "Materialausfall": die aus goldener Pappe gefertigten Kronen weichten auf und zerfielen in kleine Stücke. Je eine Krone ging in Maiach, in Röthenbach-Ost und in der Heidecker Straße verloren - und wurde wegen der dicken Mützen darunter gar nicht bemerkt. Die Sternsinger nahmen's mit Humor - und die Damen vom "Innendienst" machten sich eilends an die Herstellung neuer Kopfbedeckungen.

 

Die Mühe der Sternsinger, der Begleiter/innen und der Organisator/inn/en hat sich gelohnt: die am Vormittag Besuchen spendeten 2530,59 €, die am Nachmittag 1684,33 €. Damit erhöht sich das Gesamtergebnis auf 8051,68 €. Vielen Dank allen Beteiligten und allen Spender/inne/n!





Sonntag, 3. Januar



"Schneekönige und -königinnen" in Eibach unterwegs:
Sternsinger gehen auch am Sonntag auf "Hausbesuch"

 

Die Sonntagsruhe gilt nicht unbedingt für alle: vier Sternsingergruppen - 13 Kinder und fünf Begleiter/innen - gingen am 3.1.2010 anstatt zum Schlittenfahren auf "Hausbesuchstour" und brachten nach ihrer "Schicht" stolze 854,41 € in ihren Büchsen mit. Damit erhöht sich das Gesamtergebnis nach eineinhalb Aktionstagen auf 3.836,76 €.

 

Besonders ist der Eifer unserer Nachwuchskräfte zu loben: vier Erstklässlerinnen, zwei Zweitklässlerinnen und ein Vorschulkind setzten mit ihrem heutigen Einsatz in die Tat um, was sie an der Haustür aufsagen: "Er (Gott) zeigt uns, dass Leben ganz klein beginnt und dass auch die Kleinen schon wichtig sind!" - und sie freuten sich buchstäblich wie die "Schneekönige" über die freundliche Aufnahme!

 

Im Pfarrsaal liefen derweil die Vorbereitungen für den "Ansturm" am morgigen 4.1.: laut Plan kommen 43 Kinder und 21 Begleiter/innen zur Vormittagsschicht. Für diese große Zahl an Helfern müssen wir unser Maximalkontingent an Sternen und Sammelbüchsen ausschöpfen; zum Glück haben wir jeweils 13 davon! Auch eine Nachbestellung von Segenskarten für die letzten beiden Aktionstage wurde erforderlich.

 

Dass die vielen Kinder ordentlich "z'sammgstellt" sind, dafür sorgten heute schon unsere Gewandmeisterin Käthe Mack und ihre Assistentinnen Regina Hofmann und Isabell Biehler. Für jedes Kind liegen das Königsgewand und der passende Kopfputz schon bereit zum Hineinschlüpfen. Nach einem Gruppenfoto und guten Wünschen von Gemeindereferentin Irene Keil werden die 13 Gruppen losziehen - in der Hoffnung, auf offene Türen und offene Herzen zu stoßen!

Samstag, 2. Januar

Kalte Zehen, rote Nasen: Sternsinger trotzen der Kälte

 

Am Samstag, 2. Januar, dem ersten Tag der Sternsingeraktion 2010, waren vormittags acht und nachmittags fünf Gruppen in Eibach, Maiach und Röthenbach-Ost unterwegs. Trotz klammer Finger und kalter Zehen marschierten sie tapfer von Haus zu Haus, wünschten im Namen der Pfarrei St. Walburga ein gutes neues Jahr und schrieben den Segen über die Türen.

 

In den allermeisten Fällen wurden die Kinder und ihre Begleiter/innen freundlich aufgenommen. Doch berichten manche Gruppen durchaus davon, dass etlichen ihrer Kunden das Sternsinger-Brauchtum fremd ist. So sind die "Majestäten auf Zeit" auch als "Missionare" unterwegs.

 

Wer wollte, konnte sein Scherflein zugunsten von Bildungsprojekten in Indien und im Senegal geben - und das taten erfreulich viele: am Ende des Vormittags waren 1701,68  € in den Sammelbüchsen gelandet, am Ende der Nachmittagsschicht noch einmal 1280,67 € - zusammen ergibt das die stolze Summe von 2982,35 €.  Vielen Dank!



Dienstag, 29. Dezember 2009

Sternsinger in den "Startlöchern":
Über 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene angemeldet

 

Großartig ist die Bereitschaft, sich bei der "Aktion Dreikönigssingen" einzubringen: bisher haben 88 Sternsinger/innen (Jungen und Mädchen von der 1. bis zur 8. Klasse) zugesagt, 39 ältere Jugendliche und Erwachsene als Begleiter/innen und 10 Personen, die im Innendienst (Küche, Gewänder, Druckwerke, Zahlstelle, Gesamtorganisation) tätig sind.

 

Am Samstag, 2.1., geht es los: Die Sternsinger kommen vormittags zwischen 9.30 und 12.30 Uhr und nachmittags zwischen 13.30 und 16.30 Uhr. Dazwischen gibt es ein warmes Essen im Pfarrsaal. - Am Dienstag, 5.1., werden nachmittags die letzten Hausbesuche erfolgen.


Mittwoch, 23. Dezember 2009



Orangefarbene Schnürsenkel und gespannte Erwartung:
Vorbereitungstreffen der Sternsinger

 

Sollten Sie in den nächsten Tagen Kinder und Jugendliche mit ungewöhnlicher Fußbekeidung sehen - ein normaler Schnürsenkel und ein grell-orangefarbener - dann haben Sie mit ziemlicher Sicherheit eine/n Sternsinger/in aus St. Walburga vor sich, der/die schon vor Beginn der Aktion Werbung macht: "Utub yonn bu bees" - "Kinder finden neue Wege" (das Motto der 52. bundesweiten "Aktion Dreikönigssingen" des Kindermissionswerks Aachen) ist auf den Schnürsenkeln zu lesen!

 

Wie weit die Wege sind, die die Kinder im Senegal zurücklegen müssen, erfuhren die ca. 50 Buben und Mädchen, die am Mittwoch, 23. Dezember, zum Sternsinger-Vorbereitungstreffen in den großen Pfarrsaal kamen. Da sind die weiten Wege der Mädchen zur Wasserstelle, die Wege der Buben mit den Ziegen zum Baobab-Wäldchen, die Wege zur Schule und zum Markt und die Wege, die viele Kinder zurücklegen müssen, wenn sie ihre Eltern sehen wollen - denn oft bekommen diese nur in der fernen Hauptstadt Arbeit, während die Kinder bei Verwandten im Dorf wohnen. Sind sie selbst erwachsen, bleibt ihnen oft auch nur der Weg in die Stadt.

 

"Für diese Kinder gehen wir Wege!" wurde den Eibacher Sternsinger/innen klar. - Die Spenden aus der Sternsingerbüchse kommen hauptsächlich Projekten der schulischen und beruflichen Bildung im Senegal zugute. Daneben fördert die Diözese Eichstätt aus alter Verbundenheit Kinderheime, Schulen und Kindergärten, Einrichtungen für Behinderte und Gesundheitsprojekte ihrer Partnerdiözese Poona in Indien.

 

Im Anschluss an den Film über das Leben der Kinder im Senegal erfuhren die Sternsinger alle Einzelheiten ihres Dienstes: die Königsverse, das Sternsingerlied, den Ablauf eines Einsatztages usw. Auch "Pleiten, Pech und Pannen" (böse Hunde, unfreundliche Zeitgenossen an der Tür, verknackste Knöchel, Kicheranfall, Hunger und Durst...) und Lösungsstrategien wurden besprochen, damit sich kein Kind unsicher fühlen muss. - Zum Schluss segnete Pater Adam feierlich die Kreide, mit der die Sternsinger den Neujahrssegen über die Haus- und Wohnungstüren schreiben werden.

 

Nach zögerlichem Beginn haben sich bis zum heutigen Zeitpunkt 79 Kinder und Jugendliche (darunter auch evangelische und Angehörige anderer Pfarrgemeinden) als Sternsinger/innen gemeldet. Unterstützt werden sie von 25 Begleiter/innen und einem zehnköpfigen Team im "Innendienst" (Küche, Gewänder, Gesamtorganisation, Fahrdienst, Druckwerke). Allen schon mal im Voraus ein herzliches Dankeschön!