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Ungewöhnliche Fastenaktion in Eibach – Kindergarten spart Wasser

St. Walburga spendet Ziegen für Burkina Faso
von Ulrike Pilz-Dertwinkel 
 
Verfasser:   
Nürnberger Stadtanzeiger 
01.04.2009 
 
 
AUSGABE - SÜD 

EIBACH – Die katholische Pfarrei St. Walburga, Eibach setzt das Fastenopfer in „Ziegenwährung“ um:
Sie sammelt für eine Ziegenherde in Burkina Faso.

 

Der achtjährige Luca hat von seinem Geburtstagsgeld der Pfarrgemeinde St. Walburga in Eibach eine Ziege spendiert. Annette hat dafür ihr Babysittergehalt hergenommen, und der 11jährige Johannes schröpfte seine Legokasse. Gemeindereferentin Irene Keil freut’s; schon mehr als 20 Umschläge mit dem orangefarbenen Ziegenaufkleber sind im Rahmen der MISEREOR-Fastenaktion bei ihr eingegangen – jeder beinhaltet das Geld für eine Ziege für das arme westafrikanische Land Burkina Faso in der Sahelzone.

 

15 Euro kostet dort das für die Menschen im früheren Obervolta so wichtige Tier, für viele Familien ist das zu teuer. Eine Ziege könnte ihnen einen Teil ihres Nahrungsbedarfs liefern und als Grundstock für eine kleine Zucht ein Stück weit ihren Lebensunterhalt sicherer machen. Hierzulande bekommt man für 15 € zwei Kinokarten, Sprit für 250 km, einen Sonntagsbraten beim Metzger usw. – so rechnete Irene Keil und schlug vor, als Fastenopfer darauf zu verzichten und stattdessen einer Familie in Burkina Faso eine Ziege zu spendieren.

 

Folgen des Klimawandels

Die Idee kam bei Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen gleichermaßen gut an. Am Beispiel Burkina Faso wurde die Thematik der diesjährigen Fastenaktion - der Zusammenhang von Klimawandel und Ernährungssicherheit - aufgezeigt. Das Leid der Menschen, die unter den Folgen des Klimawandels leiden, wurde vor Augen geführt – ebenso aber die ermutigenden Gegenmaßnahmen. In einem Projekt haben Christen und Muslime gemeinsam begonnen, eine nachhaltige, kleinbäuerliche Landwirtschaft aufzubauen.

 

Maria Schmidt, stellvertretende Leiterin des Kindergartens St. Walburga, erzählte ihren Schützlingen von den Boulis, Wasserauffangbecken mit umliegenden Erdwällen, auf denen die Menschen Gemüse anbauen. So kommen sie besser durch die Trockenzeit. Seit die Kinder gehört haben, wie kostbar in Burkina Faso Wasser ist, gehen sie damit im Kindergarten sparsamer um.

 

Carina brachte für alle Ziegenmilch mit. Alle probierten neugierig das unbekannte Getränk; die meisten Kinder wussten nicht, dass man die Milch der Ziegen trinken kann; sie kennen die Tiere nur aus dem Streichelzoo.

 

In der Pfarrei ist in diesem Jahr das Fastenopfer durch die Ziegenaktion bildlicher und aussagekräftiger geworden. Auch die Erwachsenen finden die Vorstellung schöner, Ziegen zu schenken, als einfach nur Geld zu spenden. Bis zum Palmsonntag am 5. April können die Umschläge mit dem orangefarbenen Ziegenaufkleber noch abgegeben werden. Alle sind schon gespannt, wie groß die Eibacher Ziegenherde letztlich sein wird. Dass für dieses Geld tatsächlich Ziegen in Burkina Faso angeschafft werden, hat MISEREOR garantiert.

 




Die Kinder von St. Walburga zeigen selbst gemalte Ziegenbilder, die Erwachsenen die Umschläge für die Ziegenspende. Hinten in der Mitte steht Pfarrer P. Adam Kubalski, links daneben die stv. Kindergartenleiterin Maria Schmidt; rechts Gemeindereferentin Irene Keil.

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