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...alles andere als unpersönlich und kalt
Ein junger Erwachsener über seine Verbundenheit mit St. Walburga



Fotos: Hacker, Keil, Troyke




St. Walburga – wenn dieser Name fällt, gilt mein erster Gedanke der großen gelben Kirche. Meiner Generation fehlt die Erinnerung an die kleine, alte Kirche St. Willibald, für mich ist Walburga untrennbar verbunden mit dem großen, hohen, stillen, etwas unpersönlichen und meist kalten "Neubau". Nichtsdestotrotz sind meine Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühle alles andere als unpersönlich und kalt.


Lange Proben für Konzerte, Krippenspiele, die Palmsonntags-Passion, Kommunion, Firmungen; kirchliche Feste wie Lichtmess, die beiden Weihnachtsmessen, und ganz besonders die Osternacht oder auch das Pfarrfest; mehr mitgestaltete Gottesdienste als ich mich erinnern kann; Privates, wie Orgel zu üben, Akustik auszuprobieren, einfach Ruhe zu finden – St. Walburga ist für mich weit mehr als der reine Bau im Eibenweg.


Bauliche Mängel, fehlender architektonischer Charme, Nüchternheit -  all das sind Dinge, die mich an unserer Kirche überhaupt nicht stören. Denn es kommt eigentlich nicht auf diesen Bau an, nicht darauf, wie das Gebäude aussieht oder beheizt ist – für mich besteht St. Walburga aus den Leuten, die ich kennenlernen durfte, mit denen ich arbeiten durfte und darf, aus den zahllosen Erfahrungen und Erinnerungen, die ich aus Proben, Gottesdiensten und Veranstaltungen mitgenommen habe. Kein Außenstehender kann verstehen, was es mir bedeutet, in der Christmette oben neben der Orgel im Chor zu singen, die Osternacht mit Sanctissimo mitzugestalten oder in der Kantorenschola mitzusingen.


All das könnte ich sicherlich auch in einer anderen Kirche haben, mit anderen Leuten, an einem anderen Ort, aber trotzdem ist St. Walburga, mit allem was dazugehört, für mich ein ganz besonders persönlicher kleiner Kosmos. An jeden Raum habe ich irgendwelche Erinnerungen – Firmvorbereitung und KjG-Sitzungen im Jugendheim, Chorproben und ZwiKoFi im kleinen Pfarrsaal, Neujahrsempfänge und Vorträge im großen Pfarrsaal, lange, aber doch kurzweilige Dienste in der Bücherei, Aufräumen im Keller oder das Zählen der Quadrate an der Kirchendecke während einer langen Predigt.


Viele Dinge haben sich selbst in der relativ kurzen Zeit, die ich aktiv in der Gemeinde verbracht habe, geändert, auch viel für mich persönlich. War früher die Kinderchristmette auch wegen der folgenden Bescherung die schönste Messe des Jahres, ist es für mich jetzt ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Christmette und Osternacht. Die Ostereiersuche im Pfarrgarten an Ostern ist über die Jahre vom Hauptereignis zur Randnotiz geworden, während der Dämmerschoppen vor dem Pfarrfest deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Aber Veränderung kennzeichnet für mich eine lebendige Beziehung, und genau das ist es, was ich so an der Gemeinde St. Walburga schätze.


Es gab durchaus auch schwierige Zeiten, Verantwortungsträger, die nicht zu meinen Vorstellungen eines modernen, lebendigen und eigenverantwortlichen Glaubens gepasst haben, aber fremd ist mir diese Gemeinde nie geworden. Weil sie – für mich persönlich – so viel mehr ist als nur ein paar Gebäude und eine Organisation, sondern ein Miteinander von Menschen mit gemeinsamen Interessen, Zielen und Erinnerungen, mit allen Facetten.


Andreas Hofmann