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1. Oktober 2018

Zum Wohl der Arbeiterschaft erbaut:

die Martin-Luther-Kirche in Stein

Fotos: Keil

Der vorletzte "Besuch bei den Nachbarn" führte eine 16-köpfige Gruppe am 30. September in die evangelische Martin-Luther-Kirche Stein. Pfarrer Hans-Joachim Ackermann erklärte noch auf dem Vorplatz und mit Blick auf die Statue des Stifters, dass der Bleistiftfabrikant Lothar Faber (damals noch ohne "von") im Jahr 1861 die Kirche habe erbauen lassen, um zu verhindern, dass die Arbeiter seiner Fabrik den ausgezahlten Lohn in Zirndorf ausgaben - dort gingen sie zum Gottesdienst, weil es in Stein keine Kirche gab, und anschließend auch ins Wirtshaus!

 

Über die Jahrzehnte und Jahrhunderte habe sich die gräfliche Familie immer sehr verbunden mit der Kirche gefühlt, habe großzügig Bau- und Renovierungsvorhaben unterstützt und nehme bis heute die Patronatsrechte wahr - zuletzt bei der Neubesetzung der Pfarrstelle. Der mit dem gräflichen Wappen versehene Anbau mit Empore sei nur kurzzeitig durch die gräfliche Familie  genutzt worden. Bei besonderen Anlässen nähmen deren Angehörige heutzutage beim "Volk" Platz: in der 1. Reihe rechts.

 

In der Kirche selbst vermittelte Pfarrer Ackermann, dass die klare Gliederung des Raums helfe, das  Wesentliche des Christentums zu verstehen und zu feiern. Das rechte der vier Fenster im Chor zeige die Schöpfung. Die drei Fenster direkt hinter dem Altar - entstanden aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Kirchweihe - erzählten vom leidenden und auferstandenen Christus und von der Geistsendung.

 

Interessant war neben der Kirchengeschichte und der dem Bau innewohnenden Symbolik auch die aktuelle Gemeindesituation, die Pfarrer Ackermann abschließend erläuterte. Auch die evangelische Kirche befindet sich im Prozess der Neuordnung: "PuK" - "Profil und Konzentration" heißt das Motto, unter dem die evangelischen Gemeinden ihre Ressourcen und pastoralen Schwerpunkte in den Blick nehmen und stärker kooperieren wollen.  

 

 

  


Von: Irene Keil