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8. Mai 2018

Zu Besuch bei Mystikerinnen und Reformatoren:

Ökumenische Gemeindefahrt nach Wittenberg und Kloster Helfta

Fotos: Keil

Reise-Eindrücke vom 5.-6. Mai 2018, völlig subjektiv und unvollständig:

 

Die ökumenisch gemischte Reisegesellschaft:

  • 41 evangelische und katholische Christ*innen aus Eibach und dem "Dunstkreis" 

  • das ökumenisch gemischte Leiterinnenteam: Pfarrerin Hildegard Bergdolt und Gemeindereferentin Irene Keil
  • bestes Frühlingswetter: durchgehend blauer Himmel
  • ein wunderbar zuvorkommender Busfahrer
  • freie Autobahnen hin und zurück
  • Austausch von Vornamen bald nach der Abfahrt
  • Morgenlob bei vorbeiziehender Landschaft
  • Brotzeitpapier-Rascheln unmittelbar nach dem Reisesegen



Lutherstadt Wittenberg, im Jahr Eins nach dem Reformationsjubiläum:

  • prächtig renoviert, aber samstäglich still
  • 4 x Weltkulturerbe auf knapp einem Kilometer
  • Luther, allgegenwärtig: vom Denkmal vorm Rathaus bis zum Souvenir-Shop
  • die Cranach-Höfe mit ihren Werkstätten und Lädchen
  • die ehrwürdige Stadtkirche, in der Martin Luther gepredigt hat
  • darin der eindrucksvolle "Reformations-Altar", gemalt von beiden Lucas Cranachs
  • das schwarze Kloster, Wohnhaus Martin Luthers und seiner Familie
  • das Panorama "Luther 1517" des Künstlers Yadegar Asisi mit Bildern und Impressionen aus der Zeit der Reformation
  • das Melanchthon-Haus
  • die alte Universität "Leucorea" - an ihren Fassaden: Erinnerungstafeln an ihre berühmten Professoren und Studenten
  • die Schlosskirche mit der berühmten Thesen-Tür
  • kundige und inspirierende Stadtführer*innen
  • alte und moderne Kunstwerke in störungsfreier Nachbarschaft
  • die Gräber von Martin Luther und Philipp Melanchthon
  • gemalte Vorhänge, die zum Anfassen und Beiseite-Schieben einladen
  • genügend Cafés und Eisdielen für die ganze Busbesatzung


Geistliches, gastliches Helfta:

  • erste Erwähnung des Klosters: 1229
  • Blütezeit in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts, Zentrum der Frauenbildung und -mystik
  • die drei heiligen Frauen von Helfta: Gertrud von Helfta, Mechthild von Hakeborn, Mechthild von Magdeburg
  • mehrere Plünderungen und Verlegungen; Säkularisation im Jahr 1542
  • nach dem 2. Weltkrieg Umwandlung in ein "Volkseigenes Gut"
  • nach der Wende: Gründung von Freundeskreisen und Initiativen zur Wiederbelebung
  • Rückkauf des Geländes von der Treuhand mit Spendengeldern; Pläne für den Wiederaufbau
  • "Das Wunder von Helfta": 1999 Wiederbesiedlung des Klosters mit Zisterzienserinnen aus Seligenthal und Gwiggen
  • aus kleinen Anfängen ist Großes gewachsen: Kirche, Kloster, Gästehaus, Wohnstift, Verwalter-Haus, Kloster-Cafe, Mechthild-Saal, Gertrud-Kapelle, Liborius-Haus
  • im weiteren Umfeld: das Caritas-Pflegezentrum, der Montessori-Kindergarten
  • renovierungsbedürftige Gebäude für weitere Ideen vorhanden!
  • eine andere Welt: Harmonie und Ruhe ausstrahlend
  • Heimat für zwölf Nonnen, darunter drei Novizinnen
  • schlichte, gemütlich eingerichtete Gästezimmer mit Blick auf den Gertrudenteich
  • unüberhörbar: das Froschkonzert, ganztägig
  • fünf Damen als Klausur-Bewohnerinnen
  • Mahlzeiten im historischen Mechthild-Saal und im Klostercafé
  • gemeinsamer Spaziergang zum lebendigen Labyrinth mit Abendbesinnung
  • Möglichkeit zum Tagesrückblick bei "Köstritzer Schwarzbier" und Wein
  • ebenfalls unüberhörbar: der Klostergockel, ab 5 Uhr morgens
  • Klosterkirche, am Morgen durchstrahlt vom "fließenden Licht der Gottheit"
  • 5 x täglich: Stundengebet der Zisterzienserinnen
  • ein Glücksfall: Bischof Gerhard Feige von Magdeburg feiert die sonntägliche Eucharistie mit den Schwestern und Gästen 
  • reichhaltig bestückt: der Klosterladen im Liboriushaus
  • kundig in der Geschichte des Klosters und der Spiritualität des Ordens, liebenswürdig im Vortrag, offen für Fragen: Sr. Katharina
  • Zeit für Streifzüge: das Labyrinth durchschreiten, den Klosterfriedhof besuchen, in der Gertraudkapelle verweilen
  • sich das Wiederkommen fest vornehmen!

 

 

Klein, aber oho - Lutherstadt Eisleben:

  • "Kirchenmeile": Petri-Pauli-Kirche (Luthers Taufkirche) - Andreaskirche - Annenkirche, jede auf ihre Art interessant
  • Luthers Geburtshaus, Luthers Sterbehaus, Luther-Terassen
  • Erkundung und Einkehr auf eigene Faust
  • kollektives Staunen in der zum "Zentrum Taufe" umgestalteten Petri-Pauli-Kirche
  • berührende Taufgedächtnisandacht und Erweiterung des ökumenischen Liederschatzes
  • ganz viel Dankbarkeit über die Begegnungen und das Erlebte dieser zwei Tage

 

 

Und dann auf dem Heimweg die Nachricht: "Der Glubb steigt auf!"....


Von: Irene Keil