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27. September 2018

"Unsere Größe: Gottes geliebte Kinder zu sein"

Installation von Pfr. Michael Alberter, Begrüßung von Kpl. Heindl

Fotos: Gulin Conde, Zahn (5+10)

Unter den fröhlichen Klängen des Posaunenchors der evangelischen Johanneskirche Eibach fanden sich die zahlreichen Gäste am Sonntag, 23. September, in St. Walburga ein, um den Gottesdienst aus Anlass der Installation von Pfarrer Michael Alberter zu feiern und um Simon Heindl, den neuen Kaplan im Pastoralraum N-SW, zu begrüßen. 

 

"Einfach spitze, dass du da bist!" sangen Kinder und Eltern an der Kirchentür ihren beiden neuen Seelsorgern entgegen. - "Einfach spitze, dass IHR da seid!" konterte Pfarrer Alberter auch im Namen seines Kaplans. Im Vorfeld hatten 250 Kindergarten-, Krippen- und Hortkinder aus den Kindertageseinrichtungen der drei Pfarreien ihre Hände gezeichnet, gedruckt und ausgeschnitten, so dass der liturgische Dienst durch ein Spalier von winkenden Kinderhänden zum Altar zog.

 

Gleich zu Beginn verlas Dekan Rudolf Batzdorf die Ernennungsurkunde für Pfarrer Alberter und fragte ihn nach seiner Bereitschaft zum Dienst an den drei Pfarreien St. Albertus Magnus, Maria am Hauch und St. Walburga. "Mit Gottes Hilfe bin ich bereit!" entgegnete Pfarrer Alberter. Nach der Begrüßung von Kaplan Simon Heindl wurden auch das Pastoralteam und Vertreter*innen der kirchlichen Gremien nach ihrer Bereitschaft zur Zusammenarbeit befragt und für ein gutes Miteinander gesegnet.

 

Die liturgischen Texte des 25. Sonntags im Jahreskreis stellten den Zuhörer*innen vor Augen, wie der Gerechte geprüft wird (Weish 2), welche Folgen Eifersucht und Ehrgeiz in der christlichen Gemeinde zeitigen (Jak 3) und wie Jesus mit Rangstreitigkeiten seiner Jünger umgeht, die unterwegs diskutierten, wer wohl der Größte unter ihnen sei (Mk 9).

 

Dekan Batzdorf griff in seiner Predigt zunächst die 2. Lesung auf und stellte fest: "Eifersucht und Ehrgeiz führen zum Chaos - so kann eine christliche Gemeinde nicht leben!"- Alle Getauften seien aufgerufen, sich die Grundkoordinaten christlichen Lebens bewusst zu machen. Jesus wirke wie ein Therapeut  für seine ehrgeizigen Jünger und auch für die Christen heute, indem er sie um sich versammle und ihnen sein heilendes Wort zuspreche. Die Größe eines Menschen liege nicht darin, sich selbst aufzuplustern und andere klein zu machen oder von oben herab auf andere zu schauen. Indem er ein Kind in ihre Mitte stellte, lade Jesus ein zu einem Perspektivwechsel: um einem Kind auf Augenhöhe zu begegnen oder um die Welt mit seinen Augen zu sehen, müsse man entweder in die Knie gehen oder es hochheben. Eine gemeinsame Ebene zu finden, die Größe wie auch die Grenzen des anderen zu respektieren - diese Haltung wolle Gott in unser Herz einpflanzen. "Unsere Größe ist es, Gottes geliebte Kinder zu sein!" Ein Charakteristikum des Kindes sei seine Bedürftigkeit. Jünger*innen in der Nachfolge Jesu dürften die Bedürftigkeit der anderen und ihre eigene spüren - und dazu stehen. Jesu "Therapie" führe auf den Weg des Friedens, während Unfriede eine ständige Bedrohung für eine christliche Gemeinde sei.   

 

Der "PR-Chor" unter der Leitung von Regionalkantor Willibald Baumeister, das Sponti-Orchester und Organistin Monika Heß gestalteten die Eucharistiefeier musikalisch. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus den drei Pfarreien lasen die Kyrierufe und die Fürbitten. Zur Gabenbereitung brachten die KOR-Vorstände ein Bild ihres Pfarrpatrons bzw. ihrer -patronin zum Altar:

 

Die Hl. Walburga überschritt Grenzen,
um den Glauben in unserer Gegend zu verkünden.
Mir ihr bringen wir alle Projekte zum Altar,
bei denen wir schon Neuland betreten haben
und zusammenarbeiten -
und wir legen unsere Freude dazu!

 

Der Hl. Albertus Magnus verband

die Frömmigkeit mit Forschung und Diskusssion.

Mit ihm zusammen bringen wir die Ideen,

Pläne und Erwägungen zum Altar,

die uns derzeit in den Gremien beschäftigen -

und wir legen unseren guten Willen dazu.

 

Die Gottesmutter Maria wartete

geduldig und vertrauensvoll,

bis die Stunde ihres Sohnes gekommen war.

Mit ihr zusammen bringen wir alles zum Altar,

was noch wachsen und Gestalt annehmen soll -

und wir legen unsere ganzen offenen Fragen dazu.

 

Am Ende der Eucharistiefeier richteten drei Ehrengäste aus dem kirchlichen bzw. kommunalen Leben Grußworte an Pfarrer Alberter und Kaplan Heindl. Pfarrerin Eva Kaplick schenkte den beiden Seelsorgern Trauben aus dem Eibacher Pfarrgarten und wünschte mit Blick auf die Erzählung von der Hochzeit zu Kana, dass ihnen der "Wein" - im übertragenen Sinn: die Freude, die Lebendigkeit - nie ausgehen möge. - Der Steiner Bürgermeister Kurt Krömer nahm Bezug auf seine erste Begegnung mit Pfr. Alberter anlässlich der Einweihung einer Pilger-Statue bei der "Jakobsweg-Station" am Deutenbacher Kreisel. Ein Pilger mache Rast und finde eine Bleibe, ähnlich wie die beiden neuen Priester im Pastoralraum Nürnberg-Südwest. - Stadträtin Rita Heinemann überbrachte in Vertretung des Nürnberger Oberbürgermeisters Ulrich Maly die besten Wünsche für einen guten Start und signalisierte den für ein "interessantes Gebiet" (Hafenstadt, Vorstadt, Bleistiftstadt) verantwortlichen Priestern, dass das Nürnberger Rathaus offene Türen und offene Ohren habe.

 

Pfarrer Alberter bedankte sich auch im Namen von Kaplan Heindl bei allen, die die Eucharistiefeier mitgestaltet hätten, die durch ihr Mitfeiern oder ein Grußwort ihre Verbundenheit bekundet hätten sowie bei den Mitchrist*innen aus St. Walburga, Maria am Hauch und St. Albertus Magnus für die freundliche Aufnahme und den Vertrauensvorschuss. Er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit mit den Gremien und Räten, den Ehrenamtlichen und dem Pastoralteam. Schon nach wenigen Wochen vor Ort staune er über das Potential, das in diesem Pastoralraum stecke. Er schloss mit der Bitte, dass Gott seinen Segen dazu schenken möge, damit dieses Potential zur Entfaltung kommen könne.

 

Wegen des inzwischen ausgebrochenen schweren Unwetters ließen sich die Gäste nach dem Te Deum über Fluchtwege und Feuertreppen von der Kirche ins Pfarrheim hinüber lotsen, wo ein prächtiges Büffet bereit stand.

 

 

 


Von: Irene Keil